Ein 68-jähriger Tatverdächtiger soll den Kandidaten für die Abgeordnetenhauswahl in Steglitz bedroht und angegriffen haben.
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Daniel Eliasson ist ein Kandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl. Der Vorfall ereignete sich während eines Wahlkampfauftritts in Berlin-Steglitz.
Der Berliner Grünenpolitiker Daniel Eliasson ist nach eigenen Angaben bei einem Wahlkampfauftritt im Stadtteil Steglitz antisemitisch angegriffen worden. In einem Instagram-Video berichtete der 28-jährige Kandidat für die Abgeordnetenhauswahl, dass er am Montag an einem Wahlkampfstand vor einem Supermarkt von einem Mann beschimpft worden sei, der sich abfällig über Juden geäußert habe. Laut einer Pressemitteilung der Grünen Steglitz-Zehlendorf rief der Tatverdächtige zum »Mord an Jüdinnen und Juden« auf.
Eliasson habe daraufhin gesagt, dass er selbst jüdisch sei, und den Mann aufgefordert, aufzuhören. Daraufhin habe der Mann versucht, ihm mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Der Schlag habe ihn nur knapp verfehlt. Der Mann habe ihm sogar seinen Ausweis in die Kamera gehalten und gesagt, Eliasson solle ihn doch anzeigen. Eliasson bezeichnete die Situation als sehr bedrohlich.
Polizei fasst mutmaßlichen Täter
Die Berliner Polizei hat den mutmaßlichen Täter inzwischen identifiziert. Es handelt sich nach Polizeiangaben um einen 68-jährigen Mann. Dieser habe den 28-Jährigen am Montagmittag in Berlin-Steglitz vor einem Supermarkt attackiert, während dieser Bürgergespräche führte und Wahlwerbung verteilte, teilte die Polizei mit. Polizeiangaben zufolge ermittelt der Staatsschutz wegen des Verdachts der Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung.
Nach dem Vorfall rief Eliasson in einem Posting auf X auf, sich klar gegen Antisemitismus zu stellen. »Schweigt nicht. Stellt Euch gegen jeden Antisemitismus.« Unter dem Post wurden zahlreiche Solidaritätsbekundungen hinterlassen.
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Staatsschutz führt Ermittlungen wegen Volksverhetzung fort.
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