Antisemitismus-Vorwürfe: Staatskanzleichef: Auftritt von Rapper in Erfurt prüfen
Quick Look
- Thüringens Staatskanzleichef Stefan Gruhner hat den geplanten Auftritt des Rappers Dahabflex in Erfurt wegen dessen angeblicher Verbindungen zur PFLP kritisiert und an Veranstalter appelliert, solche Events sorgfältig zu prüfen.
- Er verwies auf den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7.
- Oktober 2023 und bezeichnete Antisemitismus als überparteiliches Problem.
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Why It Matters
Der Artikel berichtet von der Kritik des Thüringer Staatskanzleichefs Stefan Gruhner am geplanten Auftritt des Rappers Dahabflex in Erfurt aufgrund dessen angeblicher Verbindungen zur PFLP, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Gruhner verwies dabei auf den Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen getötet und 251 entführt wurden.
Mit Blick auf die Zunahme antisemitischer Vorfälle hat Thüringens Staatskanzleichef Stefan Gruhner den geplanten Auftritt des Rappers Dahabflex in Erfurt kritisiert. Dieser sei bereits mit positiven Bezügen zur Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) aufgefallen, sagte Gruhner. Die PFLP wurde von der EU als Terrororganisation eingestuft.
Appell an Veranstalter
Für ihn persönlich sei mit Auftritten solcher Künstler eine Grenze überschritten. «Sprache bleibt nicht folgenlos. Wenn militante Gewalt verharmlost wird, wenn sie geradezu ästhetisiert wird, wenn terroristische Organisationen positive Bezugspunkte sind, dann geht das nicht», sagte Gruhner. Die Kunst- und Kulturfreiheit schütze nicht alles.
Der Rapper soll Mitte Oktober in einem Club in Erfurt auftreten. Gruhner appellierte an die Veranstalter, «sorgsam und genau zu überlegen», ob solche Veranstaltungen durchgeführt werden.
Der Staatskanzleichef erinnerte in einer Regierungsbefragung im Thüringer Landtag an den Jahrestag des Massakers der Hamas am 7. Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen getötet und 251 in den Gazastreifen verschleppt wurden.
Wendepunkt für Jüdinnen und Juden
Gruhner nannte die Tat einen «barbarischen Terrorakt». Es sei der schwerste terroristische Angriff auf jüdisches Leben seit der Shoah gewesen. Dieser Tag sei für Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Wendepunkt gewesen. Es habe zwar viel Solidarität gegeben, aber auch eine Zunahme von antiisraelischem Antisemitismus. Der 7. Oktober habe deutlich gemacht, dass Antisemitismus nicht nur eine Frage des politischen Lagers sei, sagte Gruhner.
Die Landtagssitzung begann am Mittwoch mit einem Gedenken an die Opfer des Massakers.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Veranstalter werden den Auftritt von Dahabflex absagen oder verschieben.
Likely · Within days
Open Questions
- Welche konkreten Bezüge zur PFLP hat Dahabflex nachweislich?
- Wie haben die Veranstalter in Erfurt auf die Kritik reagiert?
- Gibt es rechtliche Möglichkeiten, den Auftritt zu verhindern?
