Apple HomeView: Neue Smart-Home-Gadgets vorgestellt, nicht alle kommen in die EU
Der Konzern baut sein Smart-Home-Ökosystem aus, doch der Marktstart in der EU verzögert sich aufgrund regulatorischer Konflikte mit der EU-Kommission.
Quick Look
- Apple hat in New York eine neue Smart-Home-Produktreihe vorgestellt, darunter HomePod mini 2 und Apple TV 4K.
- Das neue Gerät 'HomeView' sowie Zubehör von Partnern sind in der EU vorerst nicht erhältlich, da Siri AI dort aufgrund von EU-Regulierungen fehlt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die EU-Kommission stuft Apple als 'Gatekeeper' ein und fordert die Öffnung des Betriebssystems für KI-Systeme von Drittanbietern.
Nach Jahren halbherziger Versuche holt Apple zum Rundumschlag aus. Auf einer Veranstaltung in New York hat der iPhone-Konzern sein Konzept für ein Smart Home ganz auf Basis seiner Produkte vorgestellt. Dazu gehört die zweite Generation des smarten Lautsprechers HomePod mini, eine neue Version der Streaming-Box Apple TV 4K und die sogenannte Apple Home Collection. Das sind eine Reihe von Überwachungskameras, smarten Türschlössern und Heizkörperthermostaten, die das Unternehmen gemeinsam mit LG Electronics und Schneider Electric entwickelt hat und die auch unter deren Namen angeboten werden.
Über das Gerät soll man Musik hören und Videos anschauen, dank eingebauter Kamera Videocalls führen, vor allem aber Smart-Home-Geräte steuern können. Oder man nutzt es einfach als Küchen- oder Wanduhr, die Zifferblätter erinnern an die einer Apple Watch. Zeitgemäß ist der Bildschirm als Touchscreen ausgeführt, man kann also alles per Fingertipp steuern. Vor allem aber sollen sich der HomeView und die damit verknüpften Geräte per Sprache steuern lassen, also mithilfe Apples neuer KI-Assistenzfunktion Siri AI.
Ärger mit der EU-Kommission
Genau das ist dann auch der Grund, weshalb Apple zwar für den HomePod mini 2 und das Apple TV 4K der vierten Generation Euro-Preise angibt, nicht jedoch für den HomeView und das von Schneider und LG gelieferte Zubehör. Denn mit der EU-Kommission liegt Apple noch im Streit über die Einführung von Siri AI. Apple selbst schreibt dazu im Kleingedruckten: »Apple HomeView wird in der Europäischen Union nicht zum Verkauf angeboten, da Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist. Apple arbeitet konstruktiv mit der EU zusammen, um eine Lösung zu finden.«
Die Kommission nämlich hat Apples iPhones wegen ihrer weiten Verbreitung als sogenannten Gatekeeper, also Torwächter, eingestuft. Sie fordert das Unternehmen auf, den KI-Systemen anderer Hersteller auf seinen Smartphones dieselben Möglichkeiten und Zugriffsrechte zu geben wie Siri AI. Apple jedoch sträubt sich mit dem Argument dagegen, dass eine solche Öffnung seines Betriebssystems zu gefährlich sei, Fehlfunktionen durch fremde Einflüsse möglich sein könnten. Das gehört zu Apples Mantra, dass nur sein geschlossenes System den Nutzern eine umfassende Sicherheit und Schutz der Privatsphäre ermöglicht. Kritiker bezeichnen das als »goldenen Käfig«.
Open Questions
- Wann wird Siri AI in der EU verfügbar sein?
- Wie sieht die finale Lösung zwischen Apple und der EU aus?






