Armin Laschet kritisiert CDU-Spitze nach Wahlschlappe in Sachsen-Anhalt
Der frühere Parteichef bemängelt fehlenden Beistand für Friedrich Merz und kritisiert die Aussagen der Parteiführung.
Quick Look
- Armin Laschet hat führende CDU-Ministerpräsidenten für ihr Fernbleiben am Wahlabend in Sachsen-Anhalt kritisiert.
- Zudem bemängelte er die Reaktionen und Formulierungen der Parteispitze nach der Wahlschlappe.
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Why It Matters
Nach einer verlorenen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gab es innerparteiliche Kritik an der CDU-Spitze und dem Ausbleiben von Ministerpräsidenten am Wahlabend.
Der frühere CDU-Chef Armin Laschet hat mangelnden Beistand führender Politiker seiner Partei für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach der verlorenen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kritisiert. Das CDU-Präsidium habe am Wahlabend »weitgehend ohne die eigenen Ministerpräsidenten« getagt, sagte Laschet in der ZDF-Sendung Maybrit Illner. »Ich wäre als Ministerpräsident, wenn ein anderer Bundesvorsitzender in so einer schwierigen Lage gewesen wäre, hingegangen.«
»Jeder wusste, dass das ein schwieriger Abend ist«, sagte der ehemalige Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. »Und wenn einige sogar in Berlin waren, hätte man da gut hingehen können und sollen.« Medienberichten zufolge hatten der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, der hessische Regierungschef Boris Rhein, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder und Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer die Einladung ausgeschlagen, mit Merz den Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus zu verbringen.
»Ich kann diese ganzen Sprüche nicht mehr hören«
Dass Merz am Tag nach der Wahlschlappe persönliche Verantwortung übernommen hat, begrüßte Laschet. Zugleich bezweifelte er, dass die richtigen Lehren gezogen wurden. Gefragt nach der Schlussfolgerung von Merz, nun »emotionaler« und »empathischer« zu werden, sagte Laschet: »Solche Formulierungen sind furchtbar. Wenn es eine Strategie ist, redet man darüber nicht, sondern macht es.«
Der frühere CDU-Kanzlerkandidat fügte hinzu: »Ich kann diese ganzen Sprüche auch seit der Wahl wirklich nicht mehr hören: ›Wir haben es falsch erklärt‹; nein, wir haben es nicht falsch erklärt, die Leute haben ganz bewusst so entschieden«, sagte Laschet. Die CDU brauche »einen anderen Politikstil«.
Open Questions
- Wie will die CDU ihren Politikstil konkret ändern?
- Welche Konsequenzen ziehen die abwesenden Ministerpräsidenten?
