Asiatische Aktienmärkte zeigen Resilienz trotz Nahostkonflikt
Quick Look
- Der Nikkei-Index stieg um 0,4 Prozent auf 65.495 Punkte, während der Topix um 0,3 Prozent auf 4.064 Zähler kletterte.
- In China gewann der Shanghai-Index 0,3 Prozent auf 3.953 Stellen und der CSI-300-Index legte um 0,3 Prozent auf 4.571 Punkte zu.
- KI-begeisterung in Japan verdrängte Nahostsorgen, während der Konflikt in China die Inflation durch höhere Energiekosten anheizte.
AI-generated summary
Why It Matters
Die asiatischen Aktienmärkte reagierten auf gegensätzliche Entwicklungen: KI-begeisterte Aktien in Japan und inflationstreibende Energiekosten in China aufgrund des Nahostkonflikts.
Während die Begeisterung für Künstliche Intelligenz die Sorgen über den Krieg im Nahen Osten in Japan verdrängt, spielen die Auswirkungen des Konflikts in China eine größere Rolle.
Das Gebäude der Tokioter Börse: Der Nikkei notiert höher. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa
Tokio, Peking. Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch trotz der eskalierenden Lage im Nahen Osten robust gezeigt.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 65.495 Punkte zu.
Der breiter gefasste Topix notierte 0,3 Prozent höher bei 4.064 Zählern.
Die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.953 Stellen.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen stieg um 0,3 Prozent auf 4.571 Punkte.
In Japan verdrängte die Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) die Sorgen über den sich ausweitenden Krieg im Nahen Osten. Ein milliardenschwerer Glasfaser-Deal zwischen den US-Konzernen Verizon und Corning beflügelte heimische Kabelhersteller.
"Halbleiter- und KI-bezogene Aktien entwickeln sich stark und leisten einen positiven Beitrag zum Nikkei", erklärte Maki Sawada, Strategin bei Nomura Securities. Zu den größten Gewinnern zählte Furukawa Electric mit einem Plus von 13,2 Prozent. Auf der Verliererseite standen hingegen Pharmawerte wie Kyowa Kirin und Sumitomo Pharma mit Abschlägen von jeweils rund fünf Prozent.
In China rückten derweil die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die heimische Wirtschaft in den Fokus. Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien sowie US-Schläge gegen iranische Öltanker trieben die Energiekosten in die Höhe, was die Inflation im August anheizte. Die Erzeugerpreise stiegen um 3,8 Prozent, die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.
"Höhere internationale Rohöl- und Buntmetallpreise haben die Preise in den entsprechenden Branchen in China in die Höhe getrieben", sagte Dong Lijuan, Statistikerin beim Nationalen Statistikamt. Die schwache Binnennachfrage dämpfte jedoch einen breiteren Preisauftrieb.
Mehr: Inflation in China zieht im August an – Energiepreise treiben Erzeugerpreise
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
KI-bezogene Aktien werden weiterhin den Nikkei antreiben, solange Investitionen in Infrastruktur und Halbleiter fortgesetzt werden.
Likely · Within weeks
Die Inflation in China wird voraussichtlich weiterhin von Energiepreisen beeinflusst bleiben, solange der Nahostkonflikt die Ölkosten in die Höhe treibt.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie lange wird die KI-begeisterung in Japan anhalten?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat der Nahostkonflikt auf die chinesische Wirtschaft?
- Wird der Glasfaser-Deal zwischen Verizon und Corning weitere Investitionen in die japanische Kabelindustrie auslösen?



