August 2026 war weltweit der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen
Quick Look
- Der August 2026 war mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 16,96 Grad Celsius der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen, laut Copernicus.
- Auch die Meeresoberflächentemperatur erreichte Rekordwerte, während Westeuropa den heißesten Sommer seit Beginn der Messungen erlebte und gleichzeitig Dürre sowie lokale Überschwemmungen in anderen Regionen auftrat.
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Why It Matters
Der Copernicus-Klimawandeldienst des EU-Erdbeobachtungsprogramms veröffentlicht regelmäßig Temperatur-, Eis- und Niederschlagsdaten aus Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit, wobei die Datenreihe für die globale Durchschnittstemperatur bis 1940 zurückreicht.
Der vergangene August ist der weltweit wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das hat der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus mitgeteilt. Die globale durchschnittliche Lufttemperatur lag bei 16,96 Grad Celsius. Damit war der August zudem so warm wie der bisher wärmste jemals gemessene Monat, der Juli 2023.
Der August 2026 sei ein bemerkenswerter Monat in der globalen Klimageschichte gewesen, sagte Samantha Burgess, die strategische Leiterin für Klima bei Copernicus. Die Temperaturen lagen 1,65 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Zu sehen sei, wie der Klimawandel sowohl in der Atmosphäre als auch in den Ozeanen extreme Entwicklungen vorantreibe. Die Auswirkungen dieser Bedingungen seien für Gesellschaften, Volkswirtschaften und Ökosysteme überall auf der Welt zunehmend spürbar, sagte Burgess.
Der Klimawandeldienst des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus veröffentlicht regelmäßig Daten etwa zur Temperatur an der Erdoberfläche, zur Meereisdecke und zu Niederschlägen. In die Analysen fließen Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen aus der ganzen Welt ein. Die genutzten Daten für die globale durchschnittliche Lufttemperatur gehen zurück bis ins Jahr 1940, teilweise sind auch frühere Daten verfügbar.
Wärmerekord auch in den Weltmeeren
Auch bei der Meeresoberflächentemperatur außerhalb der Polarregionen wurde im August ein Wärmerekord verzeichnet. Sie lag im Monatsschnitt bei 21,07 Grad und damit über dem bisher höchsten Wert für den Monat August von 20,98 Grad aus dem Jahr 2023. Sie lag damit genauso hoch wie die bisher höchste durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur aller betrachteten Kalendermonate vom März 2024. In der Umgebung Europas erreichten die Meeresoberflächentemperaturen im August entlang der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer Rekordwerte.
Die Rekordtemperaturen sind laut Copernicus die Folgen globaler Erwärmung infolge der Verbrennung fossiler Brennstoffe und steigender Meeresoberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik, die mit einer starken El-Niño-Lage zusammenhängen. El Niño ist ein natürlich vorkommendes Klimaphänomen, das alle paar Jahre auftritt und auch die Wahrscheinlichkeit von Wetterextremen erhöht.
Wärmster Sommer in Westeuropa seit Beginn der Aufzeichnungen
Weltweit war dieser Sommer, bestehend aus den Monaten Juni, Juli und August, genauso heiß wie der Sommer 2024, der bisherige Rekordhalter. Für Europa war es der drittwärmste Sommer, hinter 2024 und 2022. Westeuropa erlebte den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Laut Copernicus war es im August in großen Teilen von Westeuropa sowie in einigen Gebieten in Mittel- und Osteuropa besonders trocken. Es gab zahlreiche große Waldbrände. Schwere Dürrebedingungen seien aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Rumänien und Serbien gemeldet worden. Die Wasserstände der großen europäischen Flüsse in den trockenen Regionen waren der Auswertung zufolge außergewöhnlich niedrig, etwa an Rhein und Donau.
Dagegen war es im Westen der Iberischen Halbinsel, im Süden Griechenlands, in der Südtürkei, auf Zypern sowie in Nordosteuropa in diesem Sommer feuchter als der Durchschnitt, so der EU-Klimadienst. Speziell im August war es zudem im Alpenraum und in der Osttürkei feuchter. In mehreren Gebieten führten demnach im letzten Monat starke Niederschläge zu lokalen Überschwemmungen.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die globale Durchschnittstemperatur wird auch in den kommenden Monaten über dem vorindustriellen Niveau liegen, solange die El-Niño-Bedingungen anhalten.
Likely · Within months
In Westeuropa werden Dürrebedingungen und Wasserknappheit in Flüssen wie Rhein und Donau voraussichtlich anhalten oder sich verschärfen, wenn keine signifikanten Niederschläge eintreten.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie lange wird die aktuelle El-Niño-Phase voraussichtlich anhalten?
- Welche konkreten Anpassungsmaßnahmen planen die betroffenen europäischen Länder angesichts der zunehmenden Wetterextreme?
- Wie beeinflussen die aktuellen Temperaturrekorde die langfristigen Klimaprojektionen für die nächsten Jahrzehnte?
