
IW-Studie zeigt 50-prozentigen Anstieg der Investitionen auf 86 Milliarden Euro, getrieben durch britisches Kapital.
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Die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland unterlagen 2024 einem starken Einbruch von fast 32 Prozent.
Die ausländischen Investitionen in Deutschland sind einer Studie zufolge sprunghaft gestiegen. Unternehmen investierten 2025 rund 86 Milliarden Euro und damit 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf Basis neuer Bundesbank-Daten hervorgeht. »Nach dem Einbruch um fast 32 Prozent im Jahr 2024 stabilisierten sich die Auslandsinvestitionen damit wieder«, sagte IW-Ökonomin Samina Sultan.
Die Direktinvestitionsflüsse können von Jahr zu Jahr stark schwanken und durch einzelne größere Transaktionen verzerrt sein. Zudem werden die Werte im Nachhinein oft noch nach oben oder unten korrigiert. Das IW hat den Gesamtwert für 2025 deshalb mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 verglichen: Demnach bleibt immer noch ein Anstieg von fast elf Prozent.
»Die Herkunftsländer des Kapitals haben sich 2025 deutlich verschoben«, betonte Sultan. US-Unternehmen investierten nur noch 11,8 Milliarden Euro in Deutschland – ein Einbruch von fast 44 Prozent im Vergleich zu 2024. Ihr Anteil an allen ausländischen Investitionen hierzulande schrumpfte damit von mehr als 36 Prozent auf rund 14 Prozent.
Wettgemacht wurde das durch das Vereinigte Königreich: Dessen Investitionen stiegen 2025 um rund 284 Prozent auf 26 Milliarden Euro. »Mit einem Anteil von fast 31 Prozent an allen ausländischen Investitionen in Deutschland liegt das Vereinigte Königreich damit klar vor den USA«, betonte IW-Expertin Sultan. Chinesische Investitionen legten zwar um rund 51 Prozent zu, blieben mit 199 Millionen Euro aber »ein Randphänomen«, wie das Institut erklärt. Der chinesische Anteil liegt demnach bei gerade einmal 0,2 Prozent. Auch die Investitionen aus Chile und Saudi-Arabien legten kräftig zu, um jeweils mehr als 40 Prozent.
»Der mit Abstand größte Teil des ausländischen Investitionskapitals kommt weiterhin aus Europa«, sagte Sultan. Die anderen EU-Staaten investierten im vergangenen Jahr – trotz eines leichten Rückgangs von 2,7 Prozent – rund 43 Milliarden Euro in Deutschland. Das entspricht gut 50 Prozent aller ausländischen Investitionen. Zählt man das Vereinigte Königreich hinzu, kommen mehr als 80 Prozent der ausländischen Investitionen aus Europa. »Die Zahlen zeigen: Die engsten und verlässlichsten wirtschaftlichen Beziehungen bleiben die zu den europäischen Nachbarn«, betonte IW-Ökonomin Sultan.
Zu den ausländischen Direktinvestitionen werden beispielsweise Unternehmensfusionen, Übernahmen oder Beteiligungen gezählt. Dabei fließen häufig nicht nur Geld, sondern oftmals auch Know-how und Technologie.

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