Axa plant offensives Wachstum mit KI-Strategie bis 2029
Quick Look
- Axa will in den kommenden drei Jahren stärker wachsen als bisher.
- Der Versicherer setzt dabei auf neue Kunden, zusätzliche Marktanteile und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
- Mit dem Strategieplan „Growing Forward 2029“ soll das organische Wachstum beschleunigt werden.
AI-generated summary
Why It Matters
Axa hat in den vergangenen Jahren sein Kerngeschäft von Lebensversicherungen zu Schadenversicherungen verlagert und das Portfolio geografisch, nach Geschäftsfeldern und nach Kundensegmenten diversifiziert. Dies hilft, Konjunkturzyklen und externe Schocks besser abzufedern. Der Konzern ist weltweit tätig und beschäftigt rund 156.000 Mitarbeiter.
Axa will offensiver wachsen. Mit einem neuen Strategieplan will der Versicherer Kunden und Marktanteile gewinnen. Eine zentrale Rolle spielt Künstliche Intelligenz.
Axa-Zentrale in Paris: KI-Anwendungen im Kundenservice, bei der Preisgestaltung und in der Risikoprüfung. Foto: Bloomberg/Getty Images
Paris. Axa will in den kommenden drei Jahren stärker wachsen als bisher. Der Versicherer setzt dabei auf neue Kunden, zusätzliche Marktanteile und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. „Mit unserem neuen Strategieplan werden wir unser organisches Wachstum beschleunigen“, sagte Axa-Chef Thomas Buberl dem Handelsblatt.
Ansetzen möchte der Konzern in seinem „Growing Forward 2029“ genannten Plan zunächst bei den eigenen Kunden und diese langfristig stärker an sich binden. Über das sogenannte Cross-Selling sollen ihnen weitere Versicherungsprodukte angeboten werden.
Besonderes Wachstumspotenzial sieht Unternehmenschef Buberl bei kleinen und mittleren Unternehmen, insbesondere in den USA, sowie bei neuen Risiken und Technologien wie Cyberangriffen, autonomem Fahren und Rechenzentren. „Auch der demografische Wandel erhöht den Bedarf an Spar-, Vorsorge- und Gesundheitsangeboten“, sagte er.
KI als Treiber
Als besonderen Wachstumstreiber sieht Axa den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Geplant sind Anwendungen im Kundenservice, bei der Preisgestaltung, in der Risikoprüfung und bei der Schadenregulierung.
„Wenn wir ein Gebäude versichern, müssen wir nicht nur auf die Erfahrung mit diesem einen Objekt zurückgreifen. Wir können Daten aus Tausenden vergleichbaren Gebäuden und Schadenfällen auswerten“, sagte Axa-Chef Buberl. Interne Prozesse sollen automatisiert und Kosten gesenkt werden.
Interview
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Was Axa bislang in einzelnen Ländern erprobt und erfolgreich umgesetzt hat, soll nun auf weitere Märkte übertragen werden. Ein „Global AI Hub“ soll dabei technologische Lösungen und den Zugang zu KI-Modellen bündeln. Davon erwartet der Konzern ab 2029 einen jährlichen finanziellen Beitrag von 500 bis 700 Millionen Euro.
Ausbau von Prävention
Axa plant zudem, Präventionsangebote auszubauen. So will der Konzern Privatkunden mit Informationen und konkreten Maßnahmen auf extreme Wetterereignisse vorbereiten. Im Gesundheitsbereich sollen Präventionsangebote den Versicherten helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Krankheiten vorzubeugen. Buberl sagt: „Oft braucht es dafür gar nicht einmal viel. Eine Blutprobe kann ein sehr klares Bild über den Gesundheitszustand liefern.“
In den vergangenen Jahren hatte Axa das Kerngeschäft von Lebensversicherungen zu Schadenversicherungen verlagert. Zugleich hat der Konzern das Portfolio geografisch, nach Geschäftsfeldern und nach Kundensegmenten diversifiziert. Das hilft nach Angaben des Unternehmens, Konjunkturzyklen und externe Schocks besser abzufedern.
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Zusätzliche Wachstumschancen sieht der Konzern in vier Feldern, in denen er bereits präsent ist: bei Spar- und Gesundheitsprodukten, in der Direktversicherung, deren aktuelle Marktdynamik Axa nutzen will, in der sogenannten inklusiven Versicherung für einkommensschwächere und bislang unterversicherte Gruppen sowie in Schwellenländern, wo der Konzern in 17 Ländern vertreten ist.
Axa betont, dass das geplante Wachstum nicht zulasten der Profitabilität gehen soll. Vielmehr soll sie dazu beitragen, wettbewerbsfähige Preise anzubieten und die Fähigkeit zur langfristigen Kundenbetreuung zu sichern.
Axa zählt zu den größten Versicherungskonzernen der Welt. Weltweit beschäftigt das in Paris ansässige Unternehmen rund 156.000 Mitarbeiter und Vermittler und zählt mehr als 92 Millionen Kunden in 52 Ländern. An der Börse in Paris ist Axa mit rund 91 Milliarden Euro bewertet. Der Deutsche Thomas Buberl steht seit zehn Jahren an der Spitze des Konzerns. Sein Ziel ist es auch, zu Wettbewerbern wie Allianz und Zurich aufzuschließen.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Axa wird bis 2029 einen jährlichen finanziellen Beitrag von 500 bis 700 Millionen Euro vom Global AI Hub erzielen.
Likely · Within years
Axa wird sein organisches Wachstum durch den Strategieplan „Growing Forward 2029“ beschleunigen.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie genau soll der „Global AI Hub“ technologisch strukturiert sein?
- Welche konkreten KI-Modelle sollen verwendet werden?
- Wie wird der Erfolg der Präventionsangebote gemessen?
- Welche Investitionen sind für die KI-Implementierung notwendig?






