
Streikdrohung bei Volkswagen: IG Metall setzt dem Management eine Frist bis Ende Oktober.
AI-generated summary
VW steckt wegen Absatzeinbrüchen in China in der Krise und kündigte Ende September zehn Haustarifverträge.
Berlin. Die IG Metall und der VW-Betriebsrat fordern von Volkswagen die Rücknahme der Kündigung fast aller Haustarifverträge. „Wir erwarten von Volkswagen, dass der Vertrauensbruch rückgängig gemacht wird“, sagte Verhandlungsführer Thorsten Gröger, Chef der IG Metall Niedersachsen, am Freitag vor Beginn einer weiteren Gesprächsrunde mit dem Unternehmen in Hannover.
Andernfalls hätte das weitreichende Folgen. „Wir geben dem Unternehmen bis Ende Oktober Zeit“, ergänzte er, „sonst rollt eine gewaltige Maschinerie an, die einen Arbeitskampf bei VW vorbereitet.“ Das Management könne sich den 31. Dezember, wenn die Friedenspflicht endet und Streiks möglich sind, schon dick im Kalender anstreichen.
Der Volkswagen-Konzern steckt in der Krise, vor allem wegen des Absatzeinbruchs in China. Das Unternehmen will die Arbeitskosten senken, um wettbewerbsfähiger gegenüber der billigeren chinesischen Konkurrenz zu werden. Deshalb sollen insgesamt fast 100.000 Stellen in Deutschland wegfallen, vier Werke stehen infrage.
Ende September hat VW zehn seiner zwölf Haustarifverträge mit der IG Metall gekündigt mit dem Ziel, das Tarifniveau über viele Stellschrauben abzusenken und die Personalkosten zu drücken. Forderungen dazu habe der Vorstand bisher nicht übermittelt, erklärte Betriebsratschefin Daniela Cavallo. Auch die Zusagen des Managements zu neuen Produkten für VW-Werke, die im Gegenzug zu einem milliardenschweren Verzicht der Belegschaft 2024 vereinbart worden waren, stünden nach wie vor aus. Die Stimmung in der Belegschaft sei deshalb schlecht. „Es gibt große Unruhe. Die Belegschaft empfindet das als Riesenaffront, das ist eine Kampfansage.“
AI outlook — possibilities, not facts
Arbeitskämpfe bei VW ab Januar
Likely · Within months

Volkswagen and IG Metall will start collective bargaining in Emden on November 24th. Despite the agreement on the schedule, the union has sharply criticized VW's plans to lay off employees via state-funded transfer companies.

Volkswagen is planning to introduce transfer companies for the upcoming collective bargaining round in order to make the reduction of 12,000 additional jobs socially acceptable. IG Metall rejects the move as a breach of word and calls for investments in the future.

IG Metall is increasing the pressure on Volkswagen in the dispute over austerity measures. Negotiator Thorsten Gröger is calling for collective bargaining agreements to be revoked and has announced preparations for labor disputes after the peace obligation ends on December 31st.

IG Metall is increasing the pressure on Volkswagen after the group terminated ten company collective agreements. The union is demanding a withdrawal by the end of October and otherwise threatens industrial action from the new year.

The Ver.di union has called for nationwide warning strikes for around 150,000 employees of private banks. The background is the lack of an offer from employers in the first round of collective bargaining and the demand for six percent more salary.

IG Metall is urging VW to give in in the collective bargaining dispute and is demanding that terminated contracts be withdrawn by the end of October. Otherwise, the union is threatening a massive industrial action for around 130,000 employees in Germany.