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Ramses II. regierte Ägypten von 1279 bis 1213 v. Chr. und gilt als einer der mächtigsten Pharaonen des Neuen Königreichs.
Der ägyptische Bauer Khaled El-Shahat Khalil arbeitete auf seinem Feld vor seinem Haus, als er auf etwas Ungewöhnliches im Boden stieß: einen rosafarbenen Stein mit einer Inschrift. Anschließende archäologische Ausgrabungen führten zur Entdeckung von Teilen zweier Statuen des ägyptischen Pharaos Ramses II., der von 1279 bis 1213 v. Chr. über das vereinigte Reich am Nil herrschte.
„Ich arbeitete freitags auf meinem Land, als ich einen ungewöhnlichen Stein fand“, sagte El-Shaht gegenüber dem US-Sender CBS News. „Ich habe die verantwortlichen Behörden informiert und sie kamen, um ihn zu untersuchen.“
Der beschriftete Steinblock aus rosafarbenem Granit ist etwa 1,3 Meter lang. Die verbliebenen Hieroglyphen darauf nennen unter anderem zwei der Titel von Ramses II.: „Nesu Beti“ (König von Ober- und Unterägypten) und „Sa Ra“ (Sohn von Ra).
Kurz nachdem El-Shahat die Archäologen informiert hatte, begannen diese ihre Ausgrabungen. Sie entdeckten den kolossalen Kopf einer Statue von Ramses II. Dieser allein war 1,6 Meter hoch. Die gesamte Statue wird auf 8,5 Meter geschätzt. Der König wurde mit dem Pschent – der ägyptischen Doppelkrone – dargestellt, welche die Vereinigung von Ober- und Unterägypten um das Jahr 3100 v. Chr. symbolisiert.
Des Weiteren wurden Überreste des oberen Teils des Rückpfeilers der Statue gefunden. Diese trugen den Horusnamen des Königs: „Hor-ka-nakht-mery-maat“. Er markiert die rituelle Verwandlung des Pharaos bei seiner Thronbesteigung als irdische Verkörperung und Stellvertreter des Falkengottes Horus. In dieser Funktion war es seine Aufgabe, die göttliche Ordnung (Maat) aufrechtzuerhalten und das Reich gegen das irdische Chaos zu beschützen.
Nur einen Meter entfernt von dem pinkfarbigen Granitblock fanden die Archäologen zudem die größere Hälfte einer zweiten Statue. Sie wird auf etwa 2,4 Meter Höhe geschätzt und zeigt vermutlich ebenfalls Ramses II.
Am vergangenen Mittwoch besuchte der Minister für Tourismus und Altertümer den Bauern El-Shahat Khalil in seinem Dorf Bahbit El-Hegara im Gouvernement Gharbia. Dort ehrte the Minister den Mann und seine Frau in Anwesenheit des Lokalgouverneurs mit einem Dankeszertifikat und einer Pilgerreise nach Saudi-Arabien. Er lobte das vorbildliche Verhalten des Bürgers, der den antiken Fund auf seinem eigenen Land sofort den archäologischen Behörden gemeldet hatte.
Nun sollen weitere Ausgrabungen erfolgen, um „weitere Geheimnisse der Stätte zu lüften“, wie das Ministerium in einem Beitrag in den sozialen Medien mitteilte. Die Gegend Bahbit El-Hegara im Gouvernement Gharbia ist als bedeutendes archäologisches Ausgrabungsgebiet im Nildelta bekannt. Dort liegen unter anderem die Überreste eines berühmten Tempels der Göttin Isis.
Ramses II. selbst, auch Ramses der Große genannt, gilt als einer der größten Pharaonen des Alten Ägyptens. Er wird gemeinhin als der mächtigste König des Neuen Königreichs angesehen, das selbst als Höhepunkt antiker ägyptischer Macht gilt. Er führte wenigstens 15 erfolgreiche militärische Kampagnen in Syrien, der Levante und Nubien und stellte ägyptische Kontrolle in zuvor verlorenen Gebieten wieder her.
Seine 66 Jahre währende Herrschaft als König war die längste aller Pharaonen – und eine der längsten unter allen Monarchen der Weltgeschichte. Während dieser Zeit ließ er zahllose Monumentalbauten errichten, die noch heute das Bild vom antiken Ägypten prägen.
Darunter der Tempelkomplex von Abu Simbel, das Ramesseum, der Bau der neuen Hauptstadt Pi-Ramesses und das berühmteste Grab von allen ägyptischen Königinnen – das Grab der Nefertari.
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Weitere archäologische Ausgrabungen in Bahbit El-Hegara
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