
Grund soll eine Spende in Höhe von neun Euro sein: In Sankt Petersburg ist ein Mann nach Polizeiangaben bereits seit zwei Tagen in Haft.
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Die Anti-Korruptions-Stiftung von Alexej Nawalnyj wird in Russland seit 2021 als extremistisch und seit 2025 als terroristisch eingestuft.
In Sankt Petersburg wurde ein 41-jähriger Mann in Zusammenhang mit einer Spende an die Organisation des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalnyj festgenommen. Wie die Sankt Petersburger Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem Mann um den Staatsbürger eines europäischen Landes. Russische Exilmedien, die den Mann namentlich nennen, berichten, er sei ein deutscher Staatsbürger. Das deckt sich mit Angaben in einer Radsport-Datenbank – der Mann, dessen Name kursiert, betreibt ein Fitnessstudio in Russland und ist in der Vergangenheit bei Sportwettkämpfen angetreten. Laut dem russischen Medium »Fontanka« lebte er mehrere Jahre lang in Deutschland.
Nach Angaben des russischen Innenministeriums wird dem Mann vorgeworfen, 900 Rubel – laut aktuellem Wechselkurs etwas mehr als neun Euro – an eine »extremistische« Organisation überwiesen zu haben. »Fontanka« berichtet, es handle sich um die Anti-Korruptions-Stiftung des verstorbenen Kremlkritikers Alexej Nawalnyj. Diese gilt in Russland seit 2021 als »extremistisch«, seit 2025 als »terroristisch«. Der Kreml nutzt beide Label auch, um Regimegegner zu diskreditieren.
Wie »Fontanka« berichtet, wurde die Wohnung des Mannes durchsucht und dabei wurden sein Laptop sowie sein Mobilgerät beschlagnahmt. Demnach sei er seit zwei Tagen in Haft. Die Mitteilung der Behörden erfolgte jedoch erst am heutigen Montag.
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