
AI-generated summary
Der Bund hat in der Vergangenheit in verschiedene Unternehmen investiert, darunter Curevac, Commerzbank, Galeria, Uniper, 50Hertz und Hensoldt, mit gemischten Ergebnissen. Während einige Investitionen wie bei Hensoldt durch externe Ereignisse profitabel waren, führten andere zu Verlusten. Aktuell versucht die Regierung, Uniper zu privatisieren und die Übernahme von Zippel durch Cosco zu verhindern, um chinesischen Einfluss in kritischen Infrastrukturen zu begrenzen.
der ehemalige Biotech-Shootingstar Biontech aus Mainz schrumpft sich nun auf die Größe, über die hinaus er ohne den Corona-Impfstoffboom wohl so schnell nie gewachsen wäre. Dafür wickelt das Unternehmen drei deutsche Standorte und die damit verbundenen rund 1800 Arbeitsplätze ab.
Tatsächlich stieg der Bund vor sechs Jahren mit 300 Millionen Euro bei Curevac ein, in den Folgejahren flossen weitere bis zu 250 Millionen Euro aus Berlin nach Tübingen. Nach der Übernahme bekam der Bund für seine Anteile 0,6 Prozent an Biontech, die er Berichten zufolge gerade veräußert. Nach dem derzeitigen Kurs dürfte er dafür rund 130 Millionen Euro bekommen. Einem Privatanleger würde man bei so einer Bilanz vermutlich raten, künftig besser in Festverzinsliches zu investieren.
Ein Rat, den auch der Bund beherzigen könnte. Denn die Bilanz seiner anderen Ausflüge ins Unternehmertum fällt durchwachsen aus. Bei der Commerzbank etwa ermöglichte der Bund durch einen schlampig vorbereiteten Verkaufsprozess überhaupt erst den Einstieg von Unicredit und den folgenden Übernahmeversuch – erreichte also das Gegenteil seines Ziels. Noch schlechter angelegt waren die 680 Millionen Euro Corona-Hilfen für Galeria, von denen 552 Millionen verloren sind.
Hier könnte die Geschichte zu Ende sein. Doch zum einen läuft noch ein Verfahren: Den Gasimporteur Uniper, vor vier Jahren für 13,5 Milliarden Euro gerettet, versucht die Regierung gerade wieder zu privatisieren.
Zum anderen gibt es zwei Gegenbeispiele: 2018 erwarb der Bund 20 Prozent am Netzbetreiber 50Hertz, um eine chinesische Beteiligung zu verhindern. Und 2020 übernahm er 25,1 Prozent am Rüstungselektronikkonzern Hensoldt für 464 Millionen Euro, heute ist das Paket mehr als zwei Milliarden Euro wert. Da freilich ging es ihm wie jedem Investor: Mal muss auch Glück herhalten. Den Hensoldt-Wertzuwachs erzielte er weniger, weil er gut investierte, sondern weil Russland 2022 die Ukraine angriff.
Als ich gestern Abend mit unserer Politik-Co-Chefin Leila al-Serori die Themen des Tages durchging, waren wir uns einig: Dass wir uns mal mit der Firma Zippel aus Hamburg beschäftigen würden, hätten wir bis vor kurzem auch nicht gedacht. Sie ist mit etwas mehr als 200 Mitarbeitern, etwa 80 Millionen Euro Jahresumsatz und mit 175.000 jährlich umgeschlagenen Standardcontainern eher ein kleineres Licht im Hamburger Hafengeschäft. Vermutlich ging es den Entscheidern des chinesischen Logistikriesen Cosco ähnlich – bis sie den strategischen Wert der Firma entdeckten. So wurde aus dem Mittelständler ein geopolitischer Krisenfall.
Denn Cosco will Zippel zu 80 Prozent übernehmen, die Bundesregierung will das nach Recherchen meiner Kollegen Julian Olk und Jakob Hanke verhindern. Zu groß ist die Furcht, Cosco, das nach großem Aufschrei vor einigen Jahren bereits 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort hält, könnte Chinas Einfluss Stück für Stück ausbauen. „Eiskalt unterwegs“ lautet einer der Slogans auf Zippels Lkw. Vermutlich besser als „Eiskalt für China unterwegs“.
Bei seinem Besuch im Weißen Haus vergangene Woche erinnerte Chinas Präsident Xi Jinping in einer Tischrede daran, dass Chinesen und Amerikaner vor über 80 Jahren „Schulter an Schulter“ gegen die „japanischen militaristischen Aggressoren“ gekämpft hätten. In Tokio kam das als Drohung an.
Gemeint ist vor allem Regierungschefin Sanae Takaichi. Sie hat den Verteidigungsetat ein Jahr früher als geplant auf rund zwei Prozent der Wirtschaftsleistung gehoben, peilt nun drei Prozent an. Japan braucht dennoch weiter die USA als Schutzmacht. Damit sie unter Präsident Donald Trump nicht verloren geht, hat Japan Investitionen von 550 Milliarden Dollar versprochen.
Ken Jimbo vom Thinktank RAIS sagte meinem Kollegen Martin Kölling: „Es ist ein bisschen wie ein Abonnement für ein Bündnis, ähnlich wie bei Netflix.“ Nur mit einem Unterschied: Bei Netflix kann der Kunde jederzeit kündigen. Bei diesem Abo der Anbieter.
Nvidia stockt sein Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden Dollar auf – der größte Rückkauf der US-Geschichte. Bis Januar 2028 darf der Chipkonzern nun 235 Milliarden für eigene Aktien ausgeben. Der bisherige Rekordhalter Apple kam 2024 auf 110 Milliarden. Apple kaufte damals zurück, als das iPhone an Schwung verlor, das Geld aber weiter sprudelte.
Nvidia wächst noch immer um rund 90 Prozent im Jahr. Der Rückkauf ist also kein Eingeständnis, dass die Ideen ausgehen. Er ist eine Wette darauf, dass das Geld schneller kommt, als man es ausgeben kann.
Ein deutscher Ministerpräsident, der andere große Länder besucht, bekommt dort regelmäßig ein buntes Programm – den Staatschef aber in der Regel nicht zu Gesicht. Der ist dem Bundeskanzler vorbehalten. Manchmal aber auch dem Womöglich-Bald-Bundeskanzler. Das jedenfalls muss sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gestern gedacht und ebenso kurzfristig wie gegen die Gepflogenheiten NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst empfangen haben – 50 Minuten lang.
Es ging um Zollunion und Visa, Anlass der Reise ist das 65. Jubiläum des Anwerbeabkommens. Fast eine Million Menschen in NRW haben türkische Wurzeln. Um Substanz ging es bei der Visite aber wohl weniger als um Symbolik. Zwar verneinte Wüst während der Reise jedes kurzfristige Interesse am Amt des Bundeskanzlers – dass ihm das des Außenkanzlers zur Not aber auch liegen würde, hat nun jeder gesehen.
Ein Beispiel, wie Staatsgeld gut angelegt sein kann, liefert Reverion aus Bayern. Das Start-up sammelt rund 150 Millionen Euro ein, unter anderem von der staatlichen Förderbank KfW. Die Ausgründung der TU München baut Brennstoffzellen-Kraftwerke im Container, die Gas mit einem Wirkungsgrad von mehr als 74 Prozent in Strom verwandeln. Ein reines Gaskraftwerk schafft 40, ein Gas-und-Dampf-Kraftwerk 60 Prozent. Und die Anlage kann rückwärts: aus billigem Ökostrom wieder Gas machen.
Zum Schluss schauen wir nach Berlin, wo in der CDU das große Stühlerücken weitergeht. Im übertragenen Sinne für Ex-Fraktionschef Jens Spahn, der nach einer geschwänzten Sitzung auf Druck seiner Fraktionskollegen den Sitz im Haushaltsausschuss räumt. Und ganz wörtlich für Kanzleramts-Staatsminister Philipp Amthor (CDU): Der lässt einen auf Usedom gefertigten Strandkorb, den er eigens auf den Balkon des Kanzleramts hatte bringen lassen, wieder abtransportieren. Zuvor hatte sich das Netz empört.
Ich hätte das an Amthors Stelle ausgesessen, und zwar im Strandkorb. Wer über eine 1600 Euro teure und auch noch selbst gezahlte Anschaffung eines leitenden Angestellten in der Regierungszentrale moppert, ist in etwa so glaubwürdig wie Jens Spahn als Familienpolitiker. Und wofür eignet sich so ein Strandkorb auf dem Dienstbalkon besser, als Gegenwind abzuschirmen?
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundesregierung wird den Übernahmeversuch von Cosco bei Zippel blockieren.
Likely · Within weeks
Biontech wird weitere Stellenabbau oder Standortschließungen ankündigen, um Kosten zu senken.
Possible · Within months
Die Uniper-Privatisierung wird aufgrund politischer Widerstände verzögert oder angepasst.
Possible · Within months

Anthropic is targeting a valuation of more than $2 trillion in a planned initial public offering despite a net loss of $42 billion in 2025. The company plans massive investments in cloud and computing infrastructure of $518 billion and sees its revenue growing 12-fold to nearly $4.6 billion in 2025. At the same time, the company warns of the dangers posed by increasingly autonomous AI models.
According to the Handelsblatt report, the federal government is considering preventing the sale of the Hamburg freight forwarder Konrad Zippel to the Chinese state-owned company Cosco due to security concerns and the risk of strategic dependencies. A final ban has not yet been decided, but the authorities are moving towards it.

The Mainz-based company is closing three beach resorts and laying off 1,800 employees. The Tübingen plant is particularly in focus, where hundreds of millions of taxpayers' money were burned.
The article explains how investors can identify winners and losers in the stock market, why simply buying stocks is not enough and how ETFs help spread risk. He emphasizes that it is rarely too late to invest in stocks, but at the same time warns of current risks.

The fees for using the electricity transmission network in Germany will rise by 20 to 30 percent from 2027 due to the planned federal subsidy cut from 6.5 to 5.525 billion euros and increasing investments by network operators. The costs are passed on to all electricity consumers, with large consumers being burdened more heavily than private households.

Goldman Sachs' board of directors is considering the appointment of John Waldron to replace CEO David Solomon, according to the Wall Street Journal. The change could take place at the end of 2025 or 2028. Solomon would go on to become executive chairman. Waldron is currently COO and president at Goldman Sachs and has long been considered a possible successor.