Bitcoin und Co.: Sparkassen starten schrittweise Kryptohandel - mit Warnung
Kunden der ersten teilnehmenden Institute können ab Montag über die Sparkassen-App Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowerte handeln.
Quick Look
- Die Sparkassen ermöglichen ihren Kunden schrittweise den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum direkt über die Sparkassen-App.
- Das von der Dekabank bereitgestellte Angebot startet bei ersten Instituten.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Sparkassen bieten ihren Kunden ab sofort schrittweise den Handel mit Kryptowährungen über die App an.
Der Wettbewerb im Kryptohandel nimmt zu: Nun wollen auch die Sparkassen mit einem eigenen Angebot Privatkunden ansprechen. Sie rollen schrittweise ein neues Angebot aus. Was steckt dahinter?
Die Kurse von Kryptowerten wie Bitcoin und Ethereum schwanken stark, Kritiker warnen vor Spekulationsblasen. Doch das Interesse ist groß. (Symbolbild) Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Frankfurt/Main. Die Sparkassen steigen in das Geschäft mit Kryptoanlagen wie Bitcoin und Ethereum ein. Ab diesem Montag können die ersten Kunden Kryptowährungen über die bestehende Sparkassen-App handeln, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Das Angebot stehe zum Start bei den ersten teilnehmenden Sparkassen zur Verfügung, pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen.
Vorgesehen sind zunächst Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana und Polygon, so der DSGV. „Das Angebot richtet sich an Kundinnen und Kunden, die eigenständig Kryptowährungen kaufen, verkaufen und verwahren möchten. Eine Beratung oder aktive Bewerbung durch die Sparkassen in der Breite ist nicht vorgesehen.“ Einen einheitlichen bundesweiten Starttermin für das Angebot, das vom Sparkassen-Wertpapieranbieter Dekabank bereitgestellt wird, gebe es nicht.
„Wann eine Sparkasse startet, entscheidet sie selbst“, sagte Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV, der dpa. „Das Interesse in der Gruppe ist groß, und Woche für Woche werden weitere Institute hinzukommen. Im ersten Halbjahr 2027 wollen wir bereits einen großen Teil der interessierten Sparkassen angebunden haben.“
Kryptowährungen beliebt, aber riskant
Kryptowährungen sind gerade bei jungen Menschen beliebt. Den Handel mit Bitcoin und Co bieten Smartphone-Banken wie N26, Trade Republic und Revolut seit geraumer Zeit an, zuletzt stiegen auch Volksbanken in das Geschäft ein.
Bei den Sparkassen gab es lange Bedenken, da Kryptowährungen stark schwanken und als riskant gelten. Auch wenn manche Kryptowährungen langfristig stark zugelegt haben: Kritiker warnen immer wieder vor Spekulationsblasen.
„Wir haben sehr genau abgewogen, ob und wie ein Krypto-Angebot zu uns passt“, sagte Schmalzl. Entscheidend sei die Nachfrage der Kunden gewesen und dass es einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen gebe. Ziel des Angebots ist laut DSGV, Kundinnen und Kunden, die sich bewusst für Krypto entscheiden, einen Zugang im regulierten Umfeld zu ermöglichen. Verwahrt werden die Kryptowerte durch die Dekabank in Kooperation mit der Börse Stuttgart.
Bei den Preisen zielt das Angebot auf die Konkurrenz von Smartphone-Banken. Die Gebühr betrage 0,99 Euro je Order, teilte die Dekabank mit. Eine Depotverbindung sei nicht zwingend notwendig.
„Kryptowährungen bleiben aus Sicht der Sparkassen hochspekulative Anlagen“, betonte der DSGV. Kunden würden ausdrücklich „auf starke Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts“ hingewiesen. Für die breite langfristige Vermögensbildung stünden weiterhin Wertpapieranlagen, Sparpläne und Beratung im Vordergrund.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Anbindung weiterer Sparkassen im Umfang von 30 bis 40 Häusern pro Monat
Likely · Within months
Anbindung eines großen Teils der interessierten Sparkassen im ersten Halbjahr 2027
Likely · Within months
Open Questions
- Wann genau startet die jeweilige lokale Sparkasse?
- Wie hoch wird die Nachfrage der Kunden tatsächlich sein?



