Bodensee-Pegelstand auf extrem niedrigem Niveau – Schiffsverkehr teilweise eingestellt
Quick Look
- Der Pegelstand des Bodensees ist auf 2,49 Meter gefallen, ein extrem niedriger Wert für die Jahreszeit aufgrund von schneearmem Winter, geringen Niederschlägen und hoher Verdunstung.
- Der Schiffsverkehr im Untersee wurde eingestellt, und Bundesumweltminister Schneider warnt vor einem dauerhaften Umdenken im Umgang mit Wasser in Deutschland.
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Why It Matters
Der Bodensee zeigt saisonale Schwankungen im Wasserstand, wobei die niedrigsten Werte üblicherweise im Winter erreicht werden. Aktuell liegt der Pegel jedoch bereits unter dem typischen saisonalen Tiefstand aufgrund von Trockenheit und klimatischen Faktoren.
Der Bodensee-Pegelstand ist unter die Marke von 2,50 Metern gefallen. Am Pegel Konstanz wurden am Wochenende 2,49 Meter gemessen. Der Wasserstand liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit extrem niedrigen Niveau. Gründe sind laut der Landesanstalt für Umwelt zum einen fehlendes Schmelzwasser nach einem schneearmen Winter, sowie die monatelang geringen Niederschläge und eine hohe Verdunstung während des warmen Sommers.
Die Landesanstalt für Umwelt rechnet in den kommenden Wochen aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des natürlichen Jahresrhythmus der Bodensee-Wasserstände tendenziell mit einem weiteren Absinken. Die niedrigsten Wasserstände erreicht der Bodensee üblicherweise erst im Winter. In der zweiten Jahreshälfte gelangt weniger Wasser in den See. Im Spätsommer gegen die Zuflüsse zurück. Ein großer Teil des Niederschlags fällt im Herbst und Winter als Schnee.
Wegen des niedrigen Wasserstandes wurde Schiffsverkehr in einem Teil des Bodensees bereits eingestellt. Sie Bodensee-Schiffsbetriebe im Untersee (Radolfzell, Iznang, Mannenbach und Reichenau)hätten bis auf Weiteres den Verkehr eingestellt, teilten die Stadtwerke Konstanz mit. Auch in anderen Gewässern in Deutschland gab es wegen des trockenen Wetters zuletzt Einschränkungen für Touristen- und Cargoschiffe. Vor allem die Schifffahrt auf dem Rhein war betroffen.
Schneider ruft zu Umdenken im Umgang mit Wasser in Deutschland auf
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sagte, die Lage am Rhein und am Bodensee sei eine dramatische Belastung für Natur und Wirtschaft. Sie sei aber nur sichtbares Zeichen einer größeren Entwicklung. Er rief zu einem Umdenken beim Umgang mit Wasser in Deutschland aufgerufen. »Die Zeiten, in denen wir uns in Deutschland über Wasser keine Gedanken machen mussten, sind endgültig vorbei. Deutschland braucht einen anderen Umgang mit Wasser«, sagte der Minister dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Zu Wochenbeginn und auch am kommenden Donnerstag ist laut eines Sprechers des Deutschen Wetterdiensts (DWD) mit »nennenswertem, reichlichem Regen« zu rechnen. Ob die Niederschläge die Pegelstände am Bodensee wieder steigen lassen, ist nach Angaben des DWD-Meteologen allerdings bislang nicht abschätzbar.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Wasserstand des Bodensees wird in den kommenden Wochen aufgrund anhaltender Trockenheit weiter fallen.
Likely · Within weeks
Erwartete nennenswerte Niederschläge könnten den Pegelstand stabilisieren oder leicht ansteigen lassen.
Possible · Within days
Open Questions
- Wie stark wird der erwartete Regen den Pegelstand tatsächlich beeinflussen?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung zum Umgang mit Wasserknappheit?
- Wie lange wird der eingeschränkte Schiffsverkehr im Untersee andauern?


