
Märkte reagieren auf demokratischen Wahlsieg, Eurostat veröffentlicht Inflationsschätzung für den Euro-Raum
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Der Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen war im Vorfeld deutlich erwartet worden. Am Tag nach den Wahlen sortieren sich die Märkte neu. Hinzu kommen etliche frische Quartalszahlen. Der Dax hatte am Mittwoch mit 25.865 Punkten leicht im Minus geschlossen.
Der Wahlsieg der Demokraten war zwar erwartet worden, doch am Tag nach den Zwischenwahlen sortieren sich die Märkte neu. Hinzu kommen etliche frische Quartalszahlen.
Düsseldorf. Der deutliche Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen dominiert am Mittwoch das Marktgeschehen. Zwar war das Ergebnis im Vorfeld so deutlich erwartet worden, doch Anlegerinnen und Anleger ziehen nun weltweit ihre Schlüsse für die Zukunft der USA. Der Dax liegt vorbörslich rund 0,7 Prozent niedriger, nachdem der Index am Mittwoch mit 25.865 Punkten leicht im Minus geschlossen hatte.
Auch in Asien und bei den US-Futures zeichnen sich am Donnerstag deutliche Verluste ab. Inwiefern diese auf die allgemeine Volatilität rund um Tech-Werte oder die tatsächlichen Wahlergebnisse zurückzuführen sind, ist nicht ganz einfach zu sagen.
Noch vor Börsenbeginn legen unter anderem BMW, Continental, Fresenius und Heidelberg Materials Geschäftszahlen vor. Auch Vonovia berichtet über das dritte Quartal. BMW hatte am Vorabend noch die Prognose ein weiteres Mal korrigiert. Der Immobilienkonzern Vonovia hatte vor wenigen Tagen seine Ziele für 2028 gesenkt. Die Aktie hat ihre anschließenden Verluste inzwischen aufgeholt.
Um 11 Uhr veröffentlicht Eurostat eine erste Schätzung zur Inflation im Euro-Raum für Oktober. Im September war die Teuerungsrate auf 3,8 Prozent gestiegen. In den USA zeigt der ADP-Arbeitsmarktbericht um 14:15 Uhr, wie sich die Beschäftigung in der Privatwirtschaft entwickelt hat.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Die wichtigsten Indizes an der Wall Street fanden am Tag der US-Zwischenwahlen keine gemeinsame Richtung. Nach den deutlichen Verlusten stabilisieren sich – von Apple abgesehen – die Kurse im Technologiesektor. Zuletzt gefragte Industriewerte geraten im Handel am Dienstag hingegen leicht unter Druck.
Der Dow Jones der Standardwerte verliert 0,4 Prozent auf 51.786 Punkte.
Der breiter gestreute S&P 500 schließt leicht im Plus bei 7568 Zählern.
Die Technologiebörse Nasdaq steigt um 0,8 Prozent auf 25.372 Punkte. Der Index hatte am Montag mehr als zehn Prozent unter seinem Rekordhoch geschlossen und war damit in eine Korrektur eingetreten.
Auch der Nasdaq 100, der die 100 größten Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung abbildet, schließt am Dienstag fester.
Erste Indikatoren zeigen eine negative Reaktion an den Aktienmärkten auf die demokratischen Erfolge bei den Midterms. Die Verluste bei den Futures fallen mit deutlich weniger als einem Prozent aber moderat aus.
2 – Börsen in Asien
Nach einem Feiertag in Japan holen die dortigen Indizes zunächst Verluste nach. Auch andernorts verlieren vor allem Tech-Titel.
Der Nikkei liegt mit einem Minus von gut zwei Prozent bei rund 61.700 Punkten und grenzt seine Verluste damit deutlich ein. Zwischenzeitlich hatte der japanische Leitindex mehr als vier Prozent nachgegeben.
Südkoreas Leitindex Kospi macht ebenfalls klare Verluste aus dem frühen Handel wett und liegt später ausgeglichen bei 5659 Punkten.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen gewinnt rund ein Prozent.
4 – Euro-Inflation
Das europäische Statistikamt Eurostat veröffentlicht am Vormittag ihre neue Schnellschätzung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in der Euro-Zone. Im September war die Inflationsrate auf 3,8 Prozent gestiegen.
5 – US-Wirtschaft
Für die USA werden am Mittwoch Zahlen zum Arbeitsmarkt vorgelegt. Der sogenannte ADP-Bericht ist ein wichtiger Indikator für das Beschäftigungsniveau in den Vereinigten Staaten. Zudem werden neue Daten zur Handelsbilanz und zum US-Dienstleistungssektor erwartet.
6 – Dax-Zahlen
Der Immobilienkonzern Vonovia legt am Mittwoch Zahlen für das dritte Quartal vor. Vonovia hatte vor wenigen Tagen bereits seine Ziele für 2028 gesenkt. Die Aktie des Dax-Konzerns war daraufhin abgesackt, hat sich inzwischen aber von den Verlusten erholt. Finanzergebnisse präsentieren am Mittwoch zudem der Autobauer BMW, der Reifenhersteller Continental, der Gesundheitskonzern Fresenius und der Baustoffkonzern Heidelberg Materials.
7 – Weitere Quartalszahlen
Auch international geht die Quartalssaison weiter. So legen unter anderem der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk und der US-Fahrtenvermittler Uber Zahlen vor.

Several companies have revised their annual forecasts upwards following strong quarterly figures. Hensoldt is raising the sales target to around 2.8 billion euros, Novo Nordisk is increasing its targets for the third time this year, and Siltronic is benefiting from the AI boom. Auto1, Scout24 and Heidelberg Materials also report positive developments, while BMW is burdened with a massive decline in profits and another profit warning.

Following the Democrats' victory in the US midterm elections, Japan's Topix index rose 1.5 percent, while the tech-heavy Nikkei fell 0.8 percent to 61,687 points. Chip stocks like Advantest and Tokyo Electron slumped as investors fear AI data center buildouts will be delayed. Real estate and retail values rose significantly.

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