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BackBorussia Dortmund dreht Spiel gegen Hoffenheim und gewinnt 3:2
Borussia Dortmund dreht Spiel gegen Hoffenheim und gewinnt 3:2
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FAZ1 hour agoSports2 min readGermanyView translation

Borussia Dortmund dreht Spiel gegen Hoffenheim und gewinnt 3:2

Quick Look

  • Borussia Dortmund gewann das Bundesliga-Spiel gegen TSG 1899 Hoffenheim mit 3:2, nachdem Hoffenheim durch Tore von Leon Avdullahu und Tim Lemperle 2:0 führte.
  • Serhou Guirassy, Fabio Silva und ein Eigentor von Albian Hajdari drehten das Spiel für Dortmund.
  • Die Sinsheimer Arena war mit 30.150 Zuschauern ausverkauft.

AI-generated summary

Why It Matters

Die TSG 1899 Hoffenheim spielte ihr zweites Heimspiel der Saison 2026/27 gegen Borussia Dortmund, nachdem sie zuvor mit 2:3 beim 1. FC Köln verloren hatten. Dortmund hatte zuvor ein ungefährdetes 2:0 gegen den Hamburger SV gewonnen.

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Einen vollen Erfolg konnte die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag schon vor Beginn des Bundesligaspiels um 15.30 Uhr vermelden. Die Sinsheimer Arena war mit 30.150 Zuschauern ausverkauft. Kein Wunder, hieß doch der Gegner Borussia Dortmund, die traditionell zweitbeste Mannschaft der Fußball-Bundesliga hinter dem mittlerweile weit enteilten Rekordmeister FC Bayern München.

Da am nächsten Samstag auch noch der baden-württembergische Gipfel gegen den VfB Stuttgart in Sinsheim folgen wird, steht pekuniär betrachtet der zweite Zahltag in dem sonst manchmal überschaubar gefüllten Stadion bevor. Um die eigene Klientel bei Laune zu halten, war aber auch der erste Heimsieg in dieser Saison – wenn auch gegen einen renommierten Gegner – dringend erwünscht. Anderenfalls drohte ein ruckeliger Start nach der unverhofften 2:3-Auswärtsniederlage gegen den 1. FC Köln vor einer Woche.

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Entsprechend anspruchsvoll blickte der TSG-Trainer Christian Ilzer auf den ersten Heimauftritt der Spielzeit 2026/27. „Diese Gegner kommen gerade richtig“, sagte er beim Blick auf die Reifeprüfungen des Tabellenfünften der vorigen Saison gegen Dortmund und Stuttgart.

Blumig wie er manchmal zu reden pflegt, forderte der Steiermärker seine Profis dazu auf, den „Windkanal gleich auf Vollgas zu stellen, um ein Bewusstsein dafür zu wecken, was noch zu tun ist“. Ilzers Dortmunder Kollege Niko Kovac, ein Fußballpragmatiker aus Erfahrung, hatte nach dem ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV nur eine Kernbotschaft an seine Profis gerichtet: „Wir fahren nach Sinsheim, um zu gewinnen.“

Davon jedoch war lange nichts zu spüren, nachdem die Hoffenheimer durch die Treffer von Leon Avdullahu und Tim Lemperle 2:0 in Führung gegangen waren – und dann völlig verdutzt mitansehen mussten, dass die Borussia das Spiel durch die Tore von Serhou Guirassy (61.), Fabio Silva (66.) und Albian Hajdaris Eigentor (87.) noch drehte. 3:2 (0:1) hieß es bei Abpfiff für den BVB – ein Comeback, das gegen lange starke Hoffenheimer alles andere als selbstverständlich war.

Entsprechend niedergeschlagen wirkten die unglücklichen Verlierer. Torschütze Avdullahu sagte nachvollziehbarerweise: „Wir sind alle total enttäuscht. Dabei war es bis zur 60. Minute ein Topspiel von uns. Daraus müssen wir lernen. Nicht nachlässig werden, sondern Vollgas geben.“ Ganz anders fiel naturgemäß das Fazit des starken Dortmunder Torhüters Gregor Kobel aus: „Es war bis zum ersten Tor kein gutes Spiel von uns. Am Ende aber haben wir die Qualität, auch solche Spiele zu gewinnen.“

Über weite Strecken der ersten Hälfte suchten beide Teams vor lauter gegenseitigem Respekt nach dem Zündschlüssel, ohne fündig zu werden. Also erlebte das Publikum ein lange ereignisarmes Spiel, in dem mehr Spielverderber als kreative Köpfe bei der Arbeit waren.

Am gefährlichsten war noch der Schuss des neuen Hoffenheimer Linksaußens Adam Daghim, den Kobel parierte (30.) sowie Adam Hložeks Kopfball (33.), den Kobel genauso souverän abwehrte. Dazu musste die seltsam passive Borussia ihren linken Innenverteidiger Filippo Mane ersetzen, den eine muskuläre Verletzung plagte (32.). Für ihn rückte der linke Schienenspieler Daniel Svensson eine Position zurück in einem Duell, das gegen Ende der ersten Hälfte zumindest aufseiten der Hoffenheimer Fahrt aufnahm.

Etwas überraschend schoss der bis dahin in dieser Disziplin noch nicht aufgefallene defensive Mittelfeldspieler Avdulluahu in der 45. Minute das erste Tor des Tages – per Schlenzer aus 22 Metern ins linke Toreck. Da war es endlich: das erste Highlight einer lange zähen Partie. Es war der Lohn für die aktiveren Bemühungen der Nordbadener in einem Duell ohne nennenswerte BVB-Akzente.

Dann begann das Warten auf den BVB in Halbzeit zwei: Die Schwarz-Gelben waren nun gefordert. Das Spiel bestimmte aber zunächst weiter die TSG. Hätte Gregor Kobel nicht einen so guten Tag gehabt, der Torschuss von Tim Lemperle (49.) wäre drin gewesen statt vom Schweizer Nationalkeeper abgewehrt worden. Die Hoffenheimer blieben nun konsequent im Attackemodus und erhöhten auf 2:0 durch Lemperles vom BVB-Innenverteidiger Waldemar Anton abgefälschten Schuss (54.).

Guirassy leitet die Wende ein

Trotzdem blieb dem BVB noch Zeit genug, dem verfahrenen Spiel eine Wende zu geben. Diese nutzte Torjäger Guirassy (61.) mit einem Heber an Nationaltorwart Oliver Baumann vorbei zum 2:1. Nun herrschte zumindest wieder so etwas wie Spannung in dem meistens von der TSG dominierten Spiel. Vier Minuten nach dem 1:2 nutzte der kurz zuvor eingewechselte zweite Dortmunder Mittelstürmer Silva seine erste Gelegenheit und traf aus kurzer Tordistanz zum 2:2 (66.).

Mir nichts, dir nichts war aus einem langweiligen Spiel ein aufregendes Duell mit Pokalcharakter geworden, weil auch die Hoffenheimer das Thema Verteidigung nicht ganz oben auf ihrer Agenda hatten. Eben deshalb wurden noch zwei offensive Größen eingewechselt: die lange verletzte Klubikone Andrej Kramarić, die schon oft gegen den BVB getroffen hat, und der aus Elversberg zurückgekehrte offensive Mittelfeldspieler Bambase Conté (72.). Sie bewirkten aber nichts.

Stattdessen passierte etwas, das zu diesem verrückten und beiderseits unfertig anmutenden Spiel passte: Der BVB griff noch einmal an, sodass der eingewechselte Ethan Nwaneri auch mal ein Schüsschen auf Baumanns Tor riskierte. Und siehe da: Der vom Hoffenheimer Verteidiger Hajdari abgefälschte Ball landete zum 3:2 für Dortmund im Hoffenheimer Netz (87.) – ein Ergebnis, das nach der verdienten Hoffenheimer 2:0-Führung nur noch unentwegt optimistische BVB-Fans erwartet hatten.

Voilà: Die Borussia hat in einem verrückten Spiel doch noch geliefert und danach mit den Fans ihren Coup nach einer über weite Strecken überaus mäßigen Leistung gefeiert. So unberechenbar und manchmal auch ungerecht ist der Fußball.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die TSG Hoffenheim wird im nächsten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart versuchen, ihre defensive Stabilität zu verbessern.

    Possible · Within weeks

  • Borussia Dortmund wird sein Selbstvertrauen aus diesem Comeback-Sieg mitnehmen in die kommenden Spiele.

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie wird die TSG Hoffenheim auf die Niederlage reagieren?
  • Welche taktischen Änderungen wird Trainer Christian Ilzer vornehmen?
  • Wie wird die Leistung von Gregor Kobel die weitere Saison von Dortmund beeinflussen?

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This article was originally published by FAZ.

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