Nach der Zerstörung des historischen Kehlsteinhauses bei Berchtesgaden befindet sich ein 33-jähriger Tatverdächtiger in der Psychiatrie.
AI-generated summary
Das Kehlsteinhaus wurde 1937/38 als Ausflugsziel für Adolf Hitler errichtet und dient seit 1952 als Berggaststätte. Es befindet sich im Eigentum des Freistaates Bayern.
Drei Tage nach der Zerstörung des historisch bedeutsamen Kehlsteinhauses am Obersalzberg bei Berchtesgaden gehen die Ermittlungen zu den Hintergründen der Brandstiftung weiter. Die Polizei hatte einen 33 Jahre alten Mann festgenommen. Er wurde noch am Samstag in eine geschlossene Psychiatrie gebracht.
Der Mann mit Wohnsitz in Berlin – aber Verbindungen in die Region – hatte sich Tage vor dem Brand selbst bei der Polizei einer Straftat bezichtigt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätigte. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.
Der Mann will nach Angaben der Staatsanwaltschaft 2013 eine schwere Körperverletzung verübt haben. Damals war ein Mann am Nikolaustag am Rande des traditionellen Buttenmandllaufs im Berchtesgadener Land mit einer Bierflasche schwer am Kopf verletzt worden. Delikte dieser Art verjähren üblicherweise nach zehn Jahren und könnten somit nicht mehr verfolgt werden. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein, Rainer Vietze, sagte, die Angaben des Mannes müssten erst noch auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden.
Keine Angaben machte er zu Informationen der „Bild“-Zeitung, wonach bei dem Tatverdächtigen auch Material gefunden wurde, das auf eine Verbindung zur Antifa-Bewegung hindeutet. Auch zu Spekulationen über eine mögliche Drogenabhängigkeit des 33-Jährigen nahm Vietze mit Verweis auf die erst angelaufenen Ermittlungen keine Angaben.
Das seit Jahrzehnten als Berggasthof genutzte Gebäude brannte in der Nacht zum Samstag fast vollständig nieder. Der Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionen. Die Feuerwehr musste mit bis zu 200 Einsatzkräften unter teils widrigen Wetterumständen zu dem mehr als 1800 Meter hoch gelegenen Kehlsteinhaus vorrücken. Die Löscharbeiten waren am Sonntag beendet worden.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte bereits am Samstag angekündigt, dass das geschichtsträchtige Gebäude, das sich im Eigentum des Freistaates Bayern befindet, wieder aufgebaut werden soll. „Wir werden da kaum eine Ruine stehen lassen können“, sagte der Minister.
Nach Angaben der Dokumentation Obersalzberg ist der Lern- und Erinnerungsort, der sich mit der Geschichte des Obersalzbergs und der NS-Diktatur auseinandersetzt, von dem Brand nicht betroffen. Der Leiter der Dokumentation Obersalzberg, Sven Keller, sagte dem epd auf Anfrage, auf die Arbeit der Dokumentation Obersalzberg werde der Brand wenig Auswirkungen haben. „Zu beklagen ist der Verlust materiellen historischen Erbes gleichwohl, es anzuzünden ist keine Lösung“, unterstrich der Historiker. Dies sei kriminell.
Das Teehaus auf dem Kehlstein wurde 1937/38 als Ausflugsziel für Adolf Hitler gebaut, der es laut Keller allerdings nur selten nutzte. Es befand sich in einem damals abgeriegelten und für die Öffentlichkeit gesperrten Wohn- und Regierungsareal der nationalsozialistischen Führung.
Eine Ausstellung dort widmet sich der Geschichte des Gebäudes. Das Gebäude ist seit 1952 eine frei zugängliche Berggaststätte. Bei schönem Wetter eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die Alpen. International ist das heutige Ausflugsziel als „Eagles Nest“ bekannt, was mit „Adlerhorst“ übersetzt werden kann.
Das Haus am Obersalzberg unweit der Grenze zu Österreich ist schwer zu erreichen – normalerweise wird das Kehlsteinhaus mit Bahnbussen der sogenannten Kehlsteinlinie für die vielen Touristen aus dem In- und Ausland angesteuert. Die letzten 100 Höhenmeter überwinden die Besucher entweder mit einem Lift durch den Berg oder über einen Fußweg.

While leaving Bremerhaven, the 'Mein Schiff 3' collided with two container ships due to a gust of wind. Millions of dollars in damage was caused and the trip was canceled. The police are now examining the captain's behavior.
After an accident on the “Mein Schiff 3” in the port of Bremerhaven, the police are investigating the captain. The ship was blown into two container ships by a gust of wind on Sunday evening. The planned trip was canceled and the ship had to go to the shipyard.
In a train accident in Essen, a track worker was hit and killed by an ICE train and another was seriously injured. The investigation into the cause of the accident is ongoing, while the route between Gelsenkirchen and Essen-Altenessen remains closed.
Almost 33 years after the murder of a 13-year-old at a riding stable in Wiesenfeld, the Würzburg regional court sentenced the now 49-year-old defendant to six years and three months in a youth prison.
A prevention tip from the Bremen police, according to which intentional vomiting could ward off rape, has met with sharp criticism. Terre des Femmes and those affected accuse the police of placing responsibility on victims.
In the early hours of the morning there was an explosion in a café in Mannheim's Neckarstadt district, in which one person was slightly injured. The bar owner speaks of a targeted attack with an explosive device, while the criminal police are investigating in all directions.