Brantner spricht über Angst von Frauen – CDU-Politiker wirft Grünen-Chefin „Verlogenheit“ vor
Quick Look
- Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat in einem Instagram-Video Sicherheitsbedenken von Frauen auf dem nächtlichen Heimweg thematisiert.
- Der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß kritisiert, dass sie die statistische Verteilung nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Gewaltkriminalität nicht anspricht.
- Laut PKS 2025 hatten 42,9 Prozent der Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität keine deutsche Staatsangehörigkeit.
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Why It Matters
Die Debatte dreht sich um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum, insbesondere nachts. Brantner thematisiert Vorsichtsmaßnahmen von Frauen und kritisiert die Wortwahl von Kanzler Friedrich Merz im Zusammenhang mit dem sogenannten Stadtbild. Ploß verweist auf migrationspolitische Positionen der Grünen und auf PKS-Daten zu nichtdeutschen Tatverdächtigen.
Die Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat in einem Instagram-Video die Sicherheitsbedenken von Frauen auf dem nächtlichen Heimweg thematisiert. Sie beschreibt darin verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, die Frauen ergreifen, um sich unterwegs sicherer zu fühlen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß kritisiert, dass Brantner in ihrem Beitrag die statistische Verteilung von Tatverdächtigen nicht anspricht.
In dem Video schildert Brantner Situationen, die Frauen auf dem Heimweg kennen könnten: den Schlüssel griffbereit halten, den eigenen Standort mit Freunden teilen, telefonieren oder die Straßenseite wechseln. Die Grünen-Politikerin stellt die Szenen nach und sagt: „Ich werde nicht verfolgt, aber dieses Gefühl kenne ich trotzdem und ganz, ganz viele Frauen auch“.
Der CDU-Politiker bezieht sich damit auf die migrationspolitische Haltung der Grünen und ihre Kritik an bestimmten Abschiebevorhaben der Bundesregierung. Brantner hatte im Juni einen offenen Brief gegen Gespräche mit Vertretern der Taliban über Rückführungen nach Afghanistan unterzeichnet. Die Unterzeichner bezeichneten die Einladung der Islamisten nach Europa als einen „schwerwiegenden Fehler“.
Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Gewaltkriminalität
In ihrem Video geht Brantner nicht auf die Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen ein. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 hatten 42,9 Prozent der erfassten Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das Bundeskriminalamt bezeichnet diesen Anteil als „deutliche Überrepräsentation“.
Bei Vergewaltigung, sexueller Nötigung und besonders schwerem sexuellen Übergriff lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger den vorliegenden Zahlen zufolge bei 38,5 Prozent. Zum Vergleich: Ende 2025 hatten rund 14,9 Prozent der Bevölkerung in Deutschland keine deutsche Staatsangehörigkeit.
Die Zahlen beziehen sich auf Tatverdächtige, nicht auf rechtskräftig verurteilte Täter. Zudem lässt sich aus dem Vergleich mit dem Bevölkerungsanteil allein keine Ursache für die statistischen Unterschiede ableiten. Unter anderem Alters- und Geschlechtsstruktur sowie soziale Faktoren müssen bei einer Einordnung berücksichtigt werden.
Brantner kritisierte Merz in der Stadtbild-Debatte
Bereits in der Debatte über das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum hatte sich Brantner kritisch zu Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geäußert. Merz hatte auf die Frage nach dem sogenannten Stadtbild gesagt: „Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort.“
Später konkretisierte der Kanzler seine Aussagen und verwies auf Probleme mit Migranten, die sich „nicht an unsere Regeln halten“.
Brantner kritisierte daraufhin die Wortwahl des Kanzlers. „Wir brauchen einen Kanzler, der verbindet, und nicht einen Kanzler, der in rätselhaften Sätzen spricht, die alle unter Verdacht stellen, und dann auf irgendwelche Töchter verweist“, sagte sie.
Zugleich räumte sie ein, dass es Orte gebe, an denen Menschen sich unsicher fühlen könnten. Als Beispiel nannte sie Bahnhöfe.
„Bild“ fragte Brantner, ob ihre Partei eine Mitverantwortung für die bestehenden Sicherheitsprobleme trage. Die Grünen-Vorsitzende beantwortete die Anfrage am Sonntag nicht.
What to Watch
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Die Debatte um Sicherheitsgefühl und Kriminalstatistiken wird im Wahlkampf weitergeführt.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Warum hat Brantner die Anfrage von „Bild“ zur Mitverantwortung ihrer Partei nicht beantwortet?
- Welche konkreten Maßnahmen schlagen die Grünen zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls vor?
- Wie bewertet die Bundesregierung die PKS-Daten zu nichtdeutschen Tatverdächtigen?




