Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe
Quick Look
- Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die EU und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten.
- Das Schiff »Alfa Watan« sank innerhalb von drei Minuten, die Besatzung wird vermisst.
- Das Schiff »Able« geriet in Brand, die Crew wurde gerettet.
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Why It Matters
Die Angriffe ereigneten sich eine Woche zuvor im Schwarzen Meer, einem Gebiet, das zunehmend zum Schauplatz von Konflikten zwischen Russland und der Ukraine geworden ist. Beide Schiffe waren zivile Handelsschiffe unter fremden Flaggen unterwegs.
Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die Europäische Union und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Beide angegriffenen Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen.
Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die »Alfa Watan«, praktisch sofort nach der Attacke gesunken war – binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagte der Professor an der Militärakademie in Sofia, Dimitar Nedjalkow, dem bulgarischen Fernsehsender Nova. An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden »Alfa Watan« waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.
Das zweite Schiff, die »Able«, war unter der Flagge von Palau mit Getreide nach Istanbul in der Türkei unterwegs, als es nach einem Drohnenangriff in Brand geriet. Die 18-köpfige Crew wurde gerettet. Auf dem Schiff wurden ersten Ermittlungen zufolge keine Drohnen-Reste entdeckt. Medienberichten zufolge hat die »Able« Bulgariens Gewässer inzwischen wieder verlassen.
Selenskyj macht Moskau für Angriffe verantwortlich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sah in den Angriffen »einen weiteren Ausdruck der russischen Bemühungen, den westlichen Teil des Schwarzen Meeres für die Schifffahrt völlig untauglich zu machen«. Nach Kontakten mit der bulgarischen Seite sei festgestellt worden, »dass es sich um einen kombinierten russischen Angriff mit See- und Luftdrohnen handelt«.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die EU und Nato werden technische Unterstützung für die bulgarischen Ermittlungen bereitstellen.
Likely · Within days
Die Ermittlungen werden sich auf die Herkunft und Art der eingesetzten Drohnen konzentrieren.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wer hat genau die Drohnenangriffe durchgeführt?
- Welcher Typ von Drohnen und Sprengköpfen wurde verwendet?
- Warum wurden die Schiffe gerade angegriffen?
- Wird es weitere Angriffe auf zivile Schiffe geben?





