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Der Bund hatte Sefe, die ehemalige Gazprom-Tochter, nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Sefe ist der größte Gasimporteur in Deutschland mit einem Importvolumen, das etwa doppelt so groß ist wie das von Uniper.
Berlin. Der Bund treibt die Reprivatisierung des verstaatlichten Gaskonzerns Sefe nach Angaben aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums voran. „Die Bundesregierung hat den Bewerbungsprozess für Kanzleien und Investmentbanker gestartet“, sagte ein Regierungsvertreter am Freitag. Insidern zufolge wird die Investment-Bank Lazard den Prozess begleiten. Demnach soll der Verkauf Anfang 2027 beginnen. Ein Börsengang wurde als unwahrscheinlich bezeichnet.
Der Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Die „Börsen-Zeitung“ berichtete, der Wert des Unternehmens mit Sitz in Berlin werde nun auf eben diese Summe geschätzt.
Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums wollte sich zum erwarteten Preis nicht äußern, sagte aber: „Dass es einen Reprivatisierungsprozess geben wird, ist auch durch den Rahmen, den die Kommission bei den Genehmigungsentscheidungen gegeben hat, klar. Die Bundesregierung wird im Reprivatisierungsprozess der Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas Rechnung tragen.“ Sefe erklärte, man mache grundsätzlich keine Angaben zu Beratungsmandaten im Rahmen der Privatisierung.
Geplant ist laut „Börsen-Zeitung“ ein zweigleisiges Verfahren, das entweder in einen Verkauf oder theoretisch auch in einen Börsengang münden könnte. In diesem Zuge solle eine Kapitalerhöhung bis zu zwei Milliarden Euro für den Ausbau des Infrastrukturgeschäfts einspielen. Das Interesse potenzieller Investoren halte sich jedoch bislang in Grenzen. Die finanzielle Erholung von Sefe sei weniger weit fortgeschritten als beim Konkurrenten Uniper, der derzeit ebenfalls privatisiert wird.
Sefe steht für „Securing Energy for Europe“ und ist der mit Abstand größte Gasimporteur in Deutschland. Das Importvolumen ist etwa doppelt so groß wie das von Uniper. Das Unternehmen spielt damit eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit. Im Jahr 2025 erzielte Sefe mit knapp 2200 Beschäftigten einen Umsatz von rund 15,5 Milliarden Euro.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Verkauf von Sefe wird Anfang 2027 beginnen.
Likely · Within months
Ein Börsengang von Sefe bleibt unwahrscheinlich.
Likely · Within months

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