Bundesverkehrsminister Bilger sieht Bahnprobleme als Grund für Unzufriedenheit der Bürger
Quick Look
- Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) führt die Unzufriedenheit der Bürger mit der Bahn und der Verkehrsinfrastruktur als möglichen Grund für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an.
- Er betont die Notwendigkeit von Investitionen, Planungsbeschleunigung und der Wiedereinführung der Familienreservierung bei der Deutschen Bahn.
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Why It Matters
Die CDU erlitt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein schlechtes Ergebnis. Seit seinem Amtsantritt wird Bundesverkehrsminister Steffen Bilger häufig auf Bahnprobleme angesprochen. Die Deutsche Bahn hatte die Familienreservierung im Juni 2025 abgeschafft.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht die Probleme bei Bahn und Verkehrsinfrastruktur als einen Faktor für die Unzufriedenheit der Bürger. „Da sehe ich schon einen gewissen Zusammenhang“, sagte Bilger den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage nach einem möglichen Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Seit seinem Amtsantritt werde er am häufigsten auf die Probleme bei der Bahn angesprochen. Auch lange Bauzeiten bei Verkehrsprojekten sorgten für Unzufriedenheit.
Probleme in Infrastruktur und bei Abläufen
Bilger verwies auf Maßnahmen der Bundesregierung zur Planungsbeschleunigung und für mehr Sicherheit bei der Bahn sowie auf die Milliarden aus dem Sondervermögen zur Modernisierung der Verkehrswege. „Wir wollen in Deutschland wieder stolz auf unsere Infrastruktur und unsere Bahn sein“, sagte der Minister.
Den aktuellen Zustand der Bahn bezeichnete Bilger als „völlig unzureichend“. Es gebe Einflüsse, für die die Bahn nichts könne, aber auch Probleme in der Infrastruktur und bei den Abläufen. Die Investitionen in Sanierung und Erhalt würden langfristig die Pünktlichkeit verbessern, auch wenn Baustellen zunächst zu weiteren Verspätungen führten. Nach Abschluss der Arbeiten werde dies zu mehr Pünktlichkeit führen.
Wiedereinführung der Familienreservierung
Außerdem drängt Bilger auf eine Wiedereinführung der bei der Deutschen Bahn abgeschafften Familienreservierung. „Wir sind mit der Bahn dazu im Gespräch“, sagte Bilger den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Die Deutsche Bahn hatte die Familienreservierung im Juni 2025 abgeschafft. Bis dahin konnten Familien für 10,40 Euro bis zu fünf Sitzplätze gemeinsam reservieren. Seitdem muss für jeden Platz einzeln bezahlt werden. Eine vom Verkehrsclub Deutschland gestartete Petition für die Wiedereinführung unterzeichneten mehr als 128.000 Menschen.
Bilger sagte, wegen des Wegfalls der Familienreservierung gebe es „zurecht viel Unzufriedenheit“. „Deswegen habe ich es damals auch kritisiert.“ Zugleich betonte er: „Die Bahn hat für Familien grundsätzlich viele gute Angebote.“
Open Questions
- Welche konkreten Maßnahmen werden zur Planungsbeschleunigung ergriffen?
- Wie wirken sich die Investitionen aus dem Sondervermögen konkret auf die Pünktlichkeit aus?
- Wann könnte die Familienreservierung wieder eingeführt werden?

