Business-Ticker: KI-Regulierung, Bahn-Sabotage und Börsenpläne
OpenAI plant Selbstregulierung, Sabotage in den Niederlanden, DeepL-Update und BASF-Börsengang
Quick Look
- OpenAI plant mit Google und Anthropic eine KI-Aufsicht.
- In den Niederlanden legte Sabotage den Bahnverkehr lahm.
- DeepL erweitert seine KI-Sprachmodelle, während BASF den Börsengang seiner Agrarsparte vorbereitet und BYD eine LKW-Produktion in Europa plant.
AI-generated summary
Why It Matters
Die KI-Branche steht unter zunehmendem regulatorischem Druck. BASF strebt eine strategische Neuausrichtung an.
OpenAI will gemeinsam Anthropic und Google Regeln für Künstliche Intelligenz festlegen. Das US-Technologieunternehmen Open AI will gemeinsam mit den Konkurrenten Anthropic und Google Regeln für Künstliche Intelligenz (KI) festlegen. Dafür solle eine Selbstregulierungsorganisation geschaffen werden, erklärte Open AI am Dienstag. Hintergrund sind Warnungen aus der Branche, die Technologie könne unkontrollierbar werden.
Vorbild ist den Angaben zufolge die private Aufsichtsorganisation Finra, die im Auftrag der Börsenaufsicht SEC den Wertpapierhandel in den USA beaufsichtigt. Mehrere frühere Mitarbeiter von KI-Unternehmen hatten wegen der Risiken Alarm geschlagen.
Der Zugverkehr in weiten Teilen der zentralen und nördlichen Niederlande ist am Morgen durch Sabotage an den Gleisanlagen zum Erliegen gebracht worden. Nach Angaben des Netzbetreibers ProRail legten bislang unbekannte Täter auf verschiedenen Streckenabschnitten Rohre über die Gleise. Insgesamt seien an 30 Stellen solche und ähnliche Materialien entdeckt worden.
Es sei klar, dass die Rohre "dort vorsätzlich abgelegt" wurden, sagte eine Sprecherin von ProRail der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Dadurch habe das Computersystem der Bahn Signale bekommen, wonach die Gleise an den betroffenen Stellen belegt und nicht befahrbar seien.
Der niederländische Regierungschef Rob Jetten bezeichnete die Sabotageakte als "lebensgefährlich". Sie ziele darauf ab, "die Gesellschaft zu destabilisieren", sagte Jetten laut ANP. Er könne sich aber bislang nicht dazu äußern, ob es sich um Terrorismus handele oder nicht. Dafür müssten die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden.
Das Kölner KI-Startup DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit deutlich aus. Mit neuen Sprachmodellen für die Anwendung "DeepL Voice" will der deutsche KI-Vorreiter nicht mehr nur gesprochene Wörter übersetzen, sondern auch den individuellen Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen über Sprachgrenzen hinweg bewahren. Damit will sich das Kölner Unternehmen gegen die Konkurrenz von US-Technologiekonzerne wie Microsoft, OpenAI und Google behaupten.
Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat für sein neues Geschäftsfeld Starfall den ersten Kunden gewonnen. Das auf die Integration von Weltraumfracht spezialisierte Unternehmen Space Cargo habe einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, erklärte dessen Chef Nicolas Gaume der Nachrichtenagentur Reuters. Die Mission sei für das Jahr 2028 an Bord des ersten kommerziellen Fluges des neuen SpaceX-Raumschiffs Starship geplant.
Der französische Mineralölkonzern Total Energies setzt bei der Erkundung fossiler Förderstätten auf Künstliche Intelligenz (KI). Er gab am Dienstag in Paris eine dreijährige Partnerschaft mit dem französischen KI-Unternehmen Mistral bekannt, die mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro verbunden ist.
Tech-Milliardär Elon Musk verfolgt eine Klage, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft, nicht weiter. Er hatte den iPhone-Konzern sowie den ChatGPT-Erfinder OpenAI vor gut einem Jahr vor Gericht gezerrt.
Der chinesische Elektroautobauer BYD will im kommenden Jahr seinen ersten Schwerlaster "ETT 44" in Europa einführen und plant langfristig auch eine LKW-Produktion. "Langfristig werden wir alles, was wir in Europa verkaufen, hier produzieren", sagte Stella Li, die BYD-Vizechefin.
Der Chemieriese BASF treibt die Pläne für den milliardenschweren Börsengang seiner Agrarsparte im kommenden Jahr voran. Der Ludwigshafener Konzern hat vier Investmentbanken damit beauftragt, BASF Agricultural Solutions an die Frankfurter Börse zu begleiten.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
BASF-Agrarsparte geht im zweiten Halbjahr 2027 an die Börse.
Likely · Within months
Open Questions
- Wer steckt hinter der Sabotage in den Niederlanden?
- Wie reagiert die EU auf die BYD-Produktionspläne?







