
Nach Vorbild internationaler Metropolen will der CDU-Politiker die Videoüberwachung zur Kriminalitätsbekämpfung ausweiten.
Der Berliner CDU-Kandidat Evers fordert eine Ausweitung KI-gestützter Videoüberwachung in Berlin, um die Sicherheit, insbesondere für die LGBTQ+-Community, zu erhöhen und die allgemeine Kriminalität zu bekämpfen.
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Der Nollendorfkiez gilt als historisches Zentrum der schwulen Szene in Berlin. Nach einem Terroranschlag am Rande des CSD wurden Forderungen nach mehr Sicherheit laut.
In der brasilianischen Megametrolpole São Paulo etwa sei die Zahl der Übergriffe nach der flächendeckenden Einführung um bis zu 80 Prozent gesunken. »Dort fühlen sich Schwule sicherer als in Berlin«, sagte Evers der Zeitung. »Das ist Ansporn für mich, dahinter darf doch eine deutsche Hauptstadt nicht zurückstehen.« Evers ist selbst schwul und mit einem Mann verheiratet, sein Privatleben hält er aber weitgehend aus der Öffentlichkeit raus.
Überwachung soll Kriminalität generell eindämmen
Bei einem Besuch im Nollendorfkiez sei der Wunsch nach mehr Videoüberwachung deutlich geworden, sagte Christdemokrat Evers der Zeitung. Das Viertel rund um den Nollendorfplatz gilt als eines der historischen Zentren der schwulen Szene in Berlin. Bei dem Terroranschlag am Rande des CSD kam eine Frau ums Leben, mehr als 30 Menschen wurden teils schwer verletzt. Beim Täter handelte es sich um Abdul B., einen deutschen Islamisten mit libanesischen Wurzeln. Er wurde nach der Tat durch Polizeischüsse getötet.
Bei der Videoüberwachung geht es Evers allerdings nicht nur um den Schutz von Homoesexuellen. Auch zur Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität forderte er mehr Überwachung. Zwar sei die Zahl der Straftaten in Berlin »so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr«, wie er einräumte. Zugleich gebe es wachsende Herausforderungen bei Gewaltkriminalität und sexuellen Übergriffen. »Ich wünsche mir eine Ausweitung der KI-gestützten Videoüberwachung in der Stadt«, sagte er. Berlin erprobe diese bereits. »In vielen Städten weltweit sehen wir, welchen Unterschied sie machen kann.«
Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am Sonntag, 20. September statt. Der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner verzichtete nach Kritik an seiner Amtsführung im Zuge eines linksextremen Anschlags auf das Berliner Stromnetz auf eine erneute Spitenkadidatur. In Umfragen rangierte Evers CDU zuletzt hinter der Linken, in dem Interview warnte er vor einer Regierung mit Beteiligung dieser Partei. »Die Linke hat sich in Berlin in den vergangenen Jahren grundlegend verändert«, sagte Evers. Er kritisierte, dass die Partei inzwischen stark durch Antisemitismus oder Polizistenhass geprägt sei. Sie sei deshalb eine »Bedrohung für die Stadt«.
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Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September.
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