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China und die EU streiten seit längerem über ihr Handelsverhältnis. Seit Juni laufen Handels- und Investitionskonsultationen zwischen beiden Seiten. Kürzlich sprachen EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und Chinas Handelsminister Wang Wentao über Themen wie chinesische Exporte in die EU, Marktzugang für EU-Firmen in China und chinesische Exportkontrollen auf seltene Erden.
Peking und Brüssel streiten sich schon länger über das beiderseitige Handelsverhältnis. Gerüchte über neue EU-Maßnahmen veranlassen China nun, die EU vor weiteren Schritten zu warnen.
Chinesische Exporte: Drohungen aus Peking. Foto: dpa
Peking. China hat die EU im Handelsstreit vor Konsequenzen gewarnt, sollte Brüssel trotz laufender Gespräche handelspolitische Maßnahmen durchsetzen. China werde die weiteren Schritte der EU genau beobachten und „entschlossen reagieren“, sollte diese „diskriminierende und restriktive Maßnahmen“ gegen chinesische Unternehmen oder Produkte ergreifen, teilte das Handelsministerium in Peking mit.
Die Behörde reagierte nach eigenen Angaben auf einen nicht näher genannten Medienbericht. Demnach sollen EU-Mitgliedsstaaten an einem gemeinsamen Dokument arbeiten, um die EU-Kommission dazu aufzufordern, schneller ein Handelsinstrument ähnlich dem US-Vorbild des Paragrafen 301 zu formulieren. Über die im US-Handelsgesetz verankerte Section 301 kann die US-Regierung bei nachweislich „ungerechtfertigten, unangemessenen oder diskriminierenden“ Handelspraktiken aktiv werden.
Die chinesische Staatszeitung „Global Times“ verwies auf einen Blogbeitrag des Analysten für EU-China-Beziehungen, Noah Barkin. In dem am Sonntag veröffentlichten Artikel schrieb Barkin unter Berufung auf EU-Beamte, dass Deutschland und Frankreich ein gemeinsames Papier entwickelt hätten. Darin fordern sie die Kommission auf, die Entwicklung eines Instruments zu beschleunigen, mit dem Brüssel China vom EU-Markt ausschließen könne.
Sollte die EU protektionistische Maßnahmen gegen China vorantreiben, werde die Volksrepublik mit einem „starken Politik-Werkzeugkasten“ reagieren, zitierte die „Global Times“ einen nicht näher genannten „chinesischen Beobachter“. Mögliche Gegenmaßnahmen könnten demnach Untersuchungen etwa gegen Diskriminierung, zur Sicherheit von Lieferketten oder zum Einfluss ausländischer Subventionen sein.
Das Handelsministerium warnte weiter vor einem Vertrauensschaden und einer Störung der laufenden Beratungen zwischen der EU und China. Seit Juni führen beide Seiten Handels- und Investitionskonsultationen.
Mitte des Monats hatten EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und Chinas Handelsminister Wang Wentao jüngst über Streitthemen wie chinesische Exporte in die EU, Marktzugang für Firmen aus der EU in China und chinesische Exportkontrollen auf seltene Erden gesprochen. Ein EU-Kommissionssprecher kündigte außerdem für den 8. und 9. Oktober einen geplanten Besuch Sefcovics in Peking an.
AI outlook — possibilities, not facts
Die EU wird ein Handelsinstrument ähnlich Section 301 entwickeln und einführen, um chinesische Handelspraktiken zu untersuchen und gegebenenfalls zu bekämpfen.
Possible · Within months
China wird bei Einführung protektionistischer EU-Maßnahmen mit Gegenmaßnahmen reagieren, die Untersuchungen zu Diskriminierung, Lieferketten-sicherheit oder ausländischen Subventionen umfassen könnten.
Likely · Within weeks

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