
Wang Wentao warnt vor Protektionismus und betont Partnerschaft in Gesprächen mit VDA und Mercedes-Benz
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Die EU prüft Maßnahmen gegen chinesische Handelspraktiken, während China auf eine Aufrechterhaltung des Marktzugangs drängt.
Peking. Der chinesische Handelsminister Wang Wentao hat die Europäische Union dazu aufgerufen, ihre Märkte für chinesische Autohersteller offen zu halten und auf Protektionismus zu verzichten, um ein „faires, offenes und nicht diskriminierendes“ Umfeld zu gewährleisten.
„China ist nicht die Ursache für die Wirtschafts- und Handelsprobleme der EU, sondern ein Partner bei deren Lösung“, erklärte Wang in einer Mitteilung des Ministeriums nach seinem Treffen am Montag mit Hildegard Müller, der Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA). „Wir wollen nicht, dass die EU auf Protektionismus setzt oder ihre Märkte einschränkt, beziehungsweise schließt, was dazu führen würde, dass sich die Märkte weltweit voneinander abschotten.“
Wangs Äußerung kommt zu einer Zeit, in der Deutschland Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherheit vorbereitet, um strategische Industriezweige vor China zu schützen. Dazu könnten neue Zölle auf Hybridfahrzeuge sowie strengere Exportkontrollen gehören.
Peking sei entschlossen, Lösungen für Handelsfragen im Automobilsektor über einen Konsultationsmechanismus für Handel und Investitionen zwischen China und der EU zu finden, sagte Wang bei dem Treffen mit der VDA-Präsidentin Müller.
In einem weiteren Gespräch am Montag mit Mercedes-Benz-CEO Ola Källenius bezeichnete er die Automobilindustrie als einen Schlüsselbereich der Zusammenarbeit zwischen China und der EU. Wang begrüße es, wenn Mercedes-Benz und andere europäische Autohersteller ihre Investitionen in China ausweiten würden, sagte er. Källenius ist neben seiner Stelle im Mercedes-Vorstand Präsident des europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA).
Spitzenpolitiker der EU wollen im kommenden Monat zusammenkommen, um über das Handelsdefizit mit China sowie über mögliche neue Instrumente zur Reaktion auf die Handelspraktiken der Volksrepublik zu beraten. Peking und Brüssel haben vereinbart, sich eine Frist bis Oktober zu setzen, um bei den Handelsstreitigkeiten Fortschritte zu erzielen.
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EU-Spitzenpolitiker beraten im nächsten Monat über Handelsdefizit und neue Instrumente.
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