
Cyberkriminelle können aus der Ferne die Temperatur in Kühlanlagen erhöhen. Nun schlagen US-Behörden Alarm – weltweit könnten Supermärkte und Gesundheitseinrichtungen ins Visier geraten.
AI-generated summary
Seit Mitte Oktober kam es in mehreren europäischen Ländern zu Cyberangriffen auf Kühl- und Gefriersysteme in Supermärkten und Lebensmittelbetrieben.
Cyberkriminelle können aus der Ferne die Temperatur in Kühlanlagen erhöhen. Nun schlagen US-Behörden Alarm – weltweit könnten Supermärkte und Gesundheitseinrichtungen ins Visier geraten.
Berlin. Nach einer Reihe von Cyberangriffen auf Kühlsysteme in Supermärkten haben die US-Bundespolizei FBI und weitere US-Behörden vor andauernder Bedrohung gewarnt. Cyberkriminelle zielten weltweit auf Sicherheitslücken in Kühlsystemen ab, hieß es in der Mitteilung, die das FBI, die US-Behörde für Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen (CISA) sowie die Ministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Verkehr am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten.
„Wir beobachten, dass diese Systeme der kritischen Infrastruktur über verschiedene Sektoren hinweg weltweit ins Visier genommen werden“, sagte Brett Leatherman, Leiter der Cyber-Abteilung des FBI, laut der Mitteilung. „Jede Organisation, die auf Kühl- und Überwachungssysteme angewiesen ist, sollte davon ausgehen, dass sie ein Ziel sein könnte“, wurde der amtierende Vizechef der CISA-Cybersicherheitsabteilung, Chris Butera, zitiert.
Seien die Angreifer erfolgreich, könne die Temperatur in den Anlagen verändert werden, was zu Brandgefahr, Warenverlusten und verkürzter Lebensdauer der Systeme führen könne. Die Behörden rieten unter anderem dazu, die Systeme vom Internet zu trennen, Passwörter zu ändern und veraltete Geräte auszutauschen.
Seit Mitte Oktober kam es in mehreren europäischen Ländern zu Cyberangriffen auf Kühl- und Gefriersysteme in Supermärkten und Lebensmittelbetrieben. Angreifer sorgten aus der Ferne dafür, dass die Temperatur in Kühlschränken und Tiefkühltruhen stieg, sodass Ware verdarb.
Betroffen waren unter anderem Frankreich, Belgien, Schweden, Irland, die Niederlande, Estland, Finnland sowie Deutschland. Anfang November wurde die französische Blutbank Ziel eines solchen Angriffs. Auch in den Vereinigten Staaten werden US-Medien zufolge mehrere Vorfälle untersucht. Die EU-Kommission berief ein Krisentreffen ein. Wer hinter den Attacken steckt, ist bislang unklar.
Mehr: Supermarktchef nennt Cyberangriff auf Frankreichs Lebensmittelversorgung „beispiellos“

The Stuttgart start-up Q.ant has won the German start-up prize “The Spark” for a photonic processor that is said to be more energy efficient than conventional AI chips. Second winner was Proxima Fusion.

US authorities warn of an ongoing cyber threat to industrial cooling systems of food retailers and cold storage facilities. Hackers could change temperatures, causing fires and spoiled goods. The EU Commission has called a crisis meeting.

Hackers attack refrigerated shelves in German supermarkets. Affected chains remain silent, while Kaufland describes the supply as secured. Security experts are calling for urgent action because control systems are often accessible via the Internet and are outdated. The danger could spread to cold storage facilities, hospitals and residential buildings.

At the Federal Government's digital summit, Friedrich Merz described an epochal change through AI. Europe is dependent on the USA for infrastructure and is lagging behind in AI model development. Arthur Mensch, founder and CEO of Mistral, Europe's valuable AI company, spoke to Handelsblatt about catching up with US competition. Mistral raised three billion euros in September and is now worth 21 billion euros.

Chancellor Friedrich Merz announced the European Future AI Initiative at the Federal Government's Digital Summit. The alliance with France, Finland, Italy, Poland and Canada is intended to join forces in the AI race and reduce dependence on the USA and China. Merz emphasized that one must avoid becoming completely dependent on third parties for this technology at all costs.

Cyber attacks on cooling systems at supermarkets and a blood donation service in several European countries have caused a stir. According to Correctiv and BSI, a pharmaceutical dealer was affected in Germany. The BSI assumes untargeted, opportunistic attacks and sees no evidence of Russian attribution.