
Chipwerte unter Druck, US-Banken starten in die Berichtssaison, und der IWF korrigiert Deutschlands Wirtschaftswachstum nach oben.
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Die Chip-Hersteller stehen weltweit unter Druck. Der IWF hält seine Jahrestagung in Bangkok ab.
Die Chip-Hersteller in den USA und Asien stehen unter Druck, davon bleiben auch deutsche Unternehmen nicht verschont. Mit Spannung blicken Anleger auf den Start der Bilanzsaison.
Düsseldorf. Der Dax verteidigt seine Gewinne der letzten Handelstage und hält sich zur Eröffnung über der 25.000-Punkte-Marke. Am Morgen notiert der Leitindex kaum verändert bei 25.207 Punkten. Zum Handelsschluss am Montag lag er knapp unter 25.300 Punkten.
Mit dem Beginn der Bilanzsaison steht dem Aktienmarkt in den nächsten Wochen ein wichtiger Belastungstest bevor. Den Auftakt machen traditionell die Großbanken in den USA: Die Schwergewichte Goldman Sachs und JP Morgan berichten am Dienstag vor dem Handelsauftakt an der Wall Street über das dritte Quartal. Auch die Citigroup und Wells Fargo öffnen ihre Bücher. Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America.
Hierzulande dürften die Absatzzahlen von BMW für das dritte Quartal und die Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers Fraport für Bewegung sorgen.
Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades, sieht dem Dax damit eine massive Rückkehr der Volatilität bevorstehen. Mit der Öffnung des US-Anleihemarktes droht unvermittelt neuer Renditedruck, der die Ruhe durch den gestrigen US-Feiertag abrupt beenden könnte.
Preis für Öl fällt leicht
Die Ölpreise bleiben angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und möglicher Angebotsrisiken ein bestimmendes Thema für die Märkte. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um etwa 1,5 Prozent auf bis rund 105 Dollar je Barrel (159 Liter).
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, Russland habe zugestimmt, Diesel auf die Weltmärkte zu liefern. Seine Regierung habe die US-Sanktionen gegen russischen Treibstoff vorübergehend aufgehoben.
Gleichzeitig blieben die Versorgungsrisiken im Nahen Osten im Fokus der Anleger. „Frische Diesellieferungen aus Russland und stabilere saudische Ströme bringen zwar eine gewisse Entlastung, doch der Markt scheint immer noch mehr über das Risiko weiterer Angriffe auf Schiffe oder Pipelines am Golf besorgt zu sein“, sagte der Analyst Tim Waterer vom Brokerhaus KCM Trade. Die Opec hatte zudem ihre Prognose für das Wachstum der Ölnachfrage in diesem Jahr auf 400.000 Barrel per Tag gesenkt. Zu Jahresbeginn war sie noch von 1,4 Millionen Barrel ausgegangen.
IWF-Jahrestagung
In Bangkok beginnt am Dienstag der zweite Tag der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Hier treffen sich Finanzminister und Notenbanker aus aller Welt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) legte am Dienstagmorgen seine neue Prognose zur Entwicklung der globalen Konjunktur vor.
Der Irankrieg und der Boom bei Künstlicher Intelligenz spalten die Weltwirtschaft aus Sicht des IWF. Während Chipexporteure wie Taiwan und Südkorea deutlich stärker wüchsen als erwartet, litten vor allem Ölimporteure, die über keine starke Tech-Industrie verfügten.
Die deutsche Wirtschaft wird laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr deutlich stärker zulegen als gedacht. 2026 dürfte das Wirtschaftswachstum mit 1,3 Prozent nun fast doppelt so stark ausfallen wie noch im Juli erwartet (0,7 Prozent), wie der IWF mitteilte. Für das kommende Jahr rechnen die Ökonomen nun mit einem Plus von 1,1 Prozent – 0,1 Punkte mehr als bislang.
Notenbanker sprechen
Über den Tag verteilt treten am Dienstag verschiedene Notenbanker bei Terminen auf. Dazu gehören Christopher Waller von der US-Notenbank Fed und Frank Elderson von der Europäischen Zentralbank.
Blick auf die Einzelwerte
Chipwerte: Die Technologiebranche gerät zunehmend unter Druck. Berichte über die Entwicklung leistungsfähiger KI-Chips durch ein chinesisches Unternehmen lösen massive Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien in Südkorea und anderen asiatischen Märkten aus. Am Montag trübte sich die Stimmung an der Wall Street im späten Handel deutlich ein. Insbesondere der US-Technologiesektor und Halbleiterwerte verzeichneten spürbare Gewinnmitnahmen. Auch hierzulande geben die Chipwerte nach.
Infineon: Die Titel des Chipherstellers verlieren zum Handelsstart 4,6 Prozent.
Aixtron: Die Papiere des Chipanlagenbauer sinken am Morgen um knapp 4,2 Prozent.
Suss Microtec: Chipausrüster Suss Microtec büßt ebenfalls XX Prozent ein.
AI outlook — possibilities, not facts
Großbanken in USA berichten über drittes Quartal
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