
US-Zwischenwahlen und anziehende Energiepreise belasten den deutschen Aktienmarkt, während Unternehmenszahlen von Bayer, Zalando und Lufthansa für Bewegung sorgen.
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In den USA findet die Zwischenwahl statt, bei der alle Sitze im Repräsentantenhaus und 35 Sitze im Senat neu vergeben werden.
Düsseldorf. Anleger am deutschen Aktienmarkt blicken verunsichert auf die anstehenden Wahlen in den USA. Der Dax verliert am Morgen 0,9 Prozent und notiert bei 25.753 Punkten.
Der deutsche Leitindex gibt somit die Gewinne des Vortages wieder ab. Zum Wochenauftakt gewann he 0,6 Prozent und schloss nur knapp unter der Marke von 26.000 Zählern.
In der Nacht auf Mittwoch wählen die US‑Amerikaner einen Großteil ihres Parlaments neu. Bei den Zwischenwahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben.
Seit der Wahl 2024 halten die Republikaner um US-Präsident Donald Trump die Mehrheit in beiden Kammern. Aktuellen Umfragen zufolge zeichnet sich bei beiden Kammern ein enges Rennen ab. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern können. Im Senat könnte es noch knapper werden, eine Prognose ist kaum möglich.
Die Ergebnisse der Zwischenwahlen könnten weitreichende Folgen für die weltweite geopolitische Lage und die Weltwirtschaft haben. Sollte Trump die Mehrheit in einer oder sogar beiden Kammern verlieren, könnten die Demokraten viele Vorhaben des Präsidenten blockieren und würden in ihrer Kontrollfunktion gestärkt.
Nachdem die Öl- und Gaspreise am Montag um bis zu acht Prozent gefallen waren und damit den Dax gestützt hatten, steigen die Preise am Dienstag wieder. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Rohölsorte Brent zur Lieferung im Januar verteuert sich um 1,6 Prozent auf 106,39 US-Dollar. Das US-amerikanische WTI-Leichtöl zur Lieferung im Dezember verteuert sich um 1,4 Prozent auf 97,82 US-Dollar.
Ein US-Regierungsvertreter erklärte, es handle sich um begrenzte Angriffe und nicht um die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen. Ein weiterer Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagte, es habe sich um Abwehrmaßnahmen gegen den Einsatz von Boden-Luft-Raketen auf US-Ziele gehandelt.
Die Märkte hätten gerade begonnen, einen diplomatischeren Kurs einzupreisen, nun sei die Stimmung wieder gekippt, sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.
Im Tagesverlauf hoffen Anleger noch auf konjunkturseitige Impulse aus den USA. Gegen 16 Uhr werden die Auftragseingänge für die Industrie im September veröffentlicht.
Bayer: Dank eines starken Pharmageschäfts hat Bayer im dritten Quartal überraschend gut abgeschnitten und Schwächen in der Agrarsparte ausgeglichen. Der Vorstand hob die Jahresziele an. Die Aktie gewinnt knapp sechs Prozent.
Zalando: Getragen von einem robusten Firmenkundengeschäft hat der Online-Modehändler Umsatz und Gewinn gesteigert. Trotzdem bleiben die Anleger skeptisch: Die Aktie verliert 3,7 Prozent und rutscht ans Ende des Dax.
Lufthansa: Die Lufthansa hat im dritten Quartal trotz stark gestiegener Treibstoffkosten besser abgeschnitten als erwartet. Auch der Umsatz fiel mit 12,2 Milliarden Euro etwas höher aus als von den Experten vorausgesagt. Die Aktie im MDax gewinnt zwei Prozent.
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Veröffentlichung der Auftragseingänge für die Industrie in den USA gegen 16 Uhr
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