
Hohe Energiepreise und Zinssorgen belasten die globalen Aktienmärkte weiterhin.
AI-generated summary
EZB hat die Leitzinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr auf 2,5 Prozent angehoben.
Der DAX rückt im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 25.484 Punkte vor. Gestern hatte er 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte verloren. Einigen Anlegern erscheinen die zuletzt gesunkenen Kurse ein attraktives Niveau zum Wiedereinstieg zu bieten. Aber trotz der frühen Gewinne steuert der deutsche Leitindex noch auf ein kräftiges Wochenminus zu.
Die hohen Energiepreise drücken zur Zeit auf die Stimmung an den globalen Aktienmärkten. Außerdem hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zum zweiten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen auf 2,5 Prozent angehoben. Dieser Schritt war zwar erwartet worden, aber angesichts der anhaltend hohen Inflation befürchten die Anleger eine weitere Straffung der Geldpolitik.
Die Analysten von JPMorgan erwarten nun, dass acht der neun Zentralbanken der Industrieländer bis zum Jahresende die Zinsen anheben werden. "Die Straffung dürfte vorerst gering ausfallen, aber die Risiken für unsere Prognosen lassen angesichts des robusten Wachstums, der hartnäckigen Kerninflation und des Rohstoffpreisdrucks stärkere Maßnahmen erwarten", hieß es in einer Mitteilung.
Die Folgen für den Aktienmarkt sind tendenziell negativ. Aktien werden im Vergleich zu vermeintlich sichereren Anlagen wie Anleihen unattraktiver, wenn die Zinsen steigen. Die Investoren reagieren darauf durch den Abbau von Aktienpositionen und erwerben Anleihen als Alternative.
Trotz des aktuellen DAX-Erholungskurses bleibt die Lage an den Finanzmärkten kritisch: "Investoren sehen sich aktuell mit einer echten Doppelbelastung konfrontiert: Parallel zum EZB-Schritt verzeichnete der Rohölpreis einen erneuten Sprung nach oben. In der Folge kletterten die Renditen von Bundesanleihen auf ein mehrjähriges Rekordniveau. Diese toxische Kombination aus teurem Öl, rasant steigenden Finanzierungskosten und einer restriktiven Notenbank-Rhetorik drückt die Aktienbewertungen gleich von mehreren Seiten", kommentiert Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades.
Für den Marktstrategen Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG lautet die entscheidende Frage jetzt: "Muss die EZB im Dezember nachlegen? Ein weiterer Zinsschritt steht bereits im Raum. Jeder zusätzliche Schritt birgt allerdings das Risiko, die Konjunktur stärker auszubremsen. Für den DAX bleibt die Kombination aus hartnäckiger Inflation und höheren Finanzierungskosten ein Belastungsfaktor."
Der Druck vom Ölmarkt auf die Verbraucherpreise bleibt unterdessen hoch. Gewinnmitnahmen drückten die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI heute zwar um fast zwei Prozent auf 105,53 beziehungsweise 100,63 Dollar je Fass. Seit Montag haben die Preise wegen der zunehmenden Furcht vor langfristigen Versorgungsausfällen wegen des Konflikts im Nahen Osten jedoch um gut 13 Prozent zugelegt.
Hinzu kommen steigende Anleiherenditen, die den Aktienmarkt belasten: Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 4,9708 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Renditen 30-jähriger Anleihen kletterten auf ein 19-Jahres-Hoch von 5,3803 Prozent. Die Renditen steigen, weil die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed in diesem Monat auf etwa 70 Prozent taxierten.
Vor diesem Hintergrund achten die Anleger heute besonders auf die US-Inflationsdaten, die am frühen Nachmittag veröffentlicht werden. "Insbesondere gilt dies heute, weil die Markterwartungen bezüglich der Zinsentscheidung der Fed in der nächsten Woche noch uneinheitlich sind. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist zu rund 70 Prozent eingepreist, heißt es von den Analysten der Helaba.
Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, dürfte bei 2,4 Prozent liegen.
AI outlook — possibilities, not facts
Zentralbanken der Industrieländer heben Zinsen an
Likely · Within months
Federal Finance Minister Lars Klingbeil has presented key points for mandatory digital payment options in shops and restaurants from 2027. Cash should be retained. Retailers criticize additional bureaucracy and costs.
Der Internetkonzern 1&1 plant bei seiner Geschäftskunden-Tochter Versatel den Abbau von 350 der 1.350 Arbeitsplätze bis 2027. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen und kostet im laufenden Jahr einmalig rund 60 Millionen Euro.

The economist Peter Bofinger speaks in an interview about the pension reform and explains why maintaining the 'pension at 63' would make the system more expensive for everyone else.

Despite the economic recovery, the number of company bankruptcies in Germany rose to 12,812 cases in the first half of the year, the highest level in 13 years. Transport, hospitality and construction are hit particularly hard, while the start-up scene is recording a record.
The new train station in Fangschleuse was officially opened. The more efficient station with longer platforms and new tracks improves commuter connections between Berlin and Frankfurt (Oder) and to the nearby Tesla factory.

Statutory health insurance companies have invested at least 1.1 billion euros in risky real estate funds and suffered heavy losses in the process. This brings with it sharp criticism from politicians and consumer protection.