Demokratische Gouverneurskandidatin Amy Acton bei Wahlkampfauftritt in Ohio attackiert
Ein bewaffneter Angreifer stürzte sich auf einem Volksfest in Canfield auf die Politikerin; Acton leistete als Ärztin Erste Hilfe.
Quick Look
- Bei einem Volksfest in Canfield, Ohio, wurde die demokratische Gouverneurskandidatin Amy Acton von einem bewaffneten Mann attackiert.
- Acton blieb unverletzt und leistete verletzten Personen Erste Hilfe.
- Der Angreifer wurde überwältigt.
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Why It Matters
Amy Acton kandidiert für das Gouverneursamt in Ohio. Die Wahl findet zeitgleich mit den Kongresswahlen am 3. November statt.
Bundesstaat Ohio Demokratische Politikerin wird auf US-Volksfest attackiert – und danach selbst zur Ersthelferin
Amy Acton will Gouverneurin von Ohio werden. Dafür machte die Demokratin am Sonntag auf einem Fest Wahlkampf. Im Publikum fiel ein Mann zunächst mit Zwischenrufen auf, dann wurde er handgreiflich.
Bei Wahlkampfveranstaltungen in den USA kann die Stimmung mitunter angespannt sein. Erst recht, wenn sich Anhänger der gegnerischen Partei unter das Publikum mischen. Doch der aktuelle Vorfall in Ohio überschreitet diverse Grenzen. Ein Angreifer hatte sich auf die demokratische Kandidatin für das Gouverneursamt in dem US-Bundesstaat, Amy Acton, gestürzt und dabei mehrere Menschen verletzt.
Das teilte ihre Wahlkampagne mit. Zum genauen Hergang des Angriffs und den Motiven des Täters machten die Behörden zunächst keine Angaben. Acton blieb bei dem Zwischenfall auf einem Volksfest im Ort Canfield unverletzt.
Allerdings zogen sich laut US-Medien andere Personen bei dem Zwischenfall Verletzungen zu. Laut NBC News kümmerte sich Acton, die selbst Ärztin ist, um mindestens eine der verletzten Personen. Entsprechende Fotos liegen dem Sender nach eigenen Angaben vor.
Laut übereinstimmenden Medienangaben war der Angreifer bewaffnet, die »New York Times« schreibt von zwei Schusswaffen. Er wird als Patrick H. bezeichnet, soll 38 Jahre alt und aus der Gegend von Canfield sein. Er soll erst mit Zwischenrufen aufgefallen sein, dann habe er sich der Bühne genähert, so die Zeitung.
Die Politikerin dankte den Sicherheitskräften für das schnelle Überwältigen des Angreifers und wünschte den Verletzten rasche Genesung. Es gebe in Ohio keinen Platz für politisch motivierte Gewalt, hieß es in der Stellungnahme ihrer Wahlkampagne.
Klare Worte auch von der politischen Gegenseite
Auch Actons republikanischer Gegner, Vivek Ramaswamy, bezeichnete den Vorfall als »komplett inakzeptabel« und sagte, es gebe in der Politik keinen Platz für Gewalt. Ähnlich äußerte sich der scheidende Gouverneur Mike DeWine, ebenfalls ein Republikaner. Die Wahl für das Gouverneursamt in Ohio findet parallel zur Zwischenwahl zum US-Kongress am 3. November statt. Amtsinhaber Mike DeWine steht nicht erneut zur Wahl.
Der vermögende Unternehmer Ramaswamy hatte sich vor der Wahl 2024 erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht. Letztlich unterstützte er Donald Trump – und wirbt heute mit seinem guten Verhältnis zum US-Präsidenten. Acton diente zeitweise unter DeWine als Leiterin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaats.
Ohio ist ein eher republikanisch geprägter Bundesstaat, das Rennen um das Gouverneursamt gilt jedoch noch nicht als entschieden. US-Medien berichten von örtlichen Umfragen, die ein sehr knappes Ergebnis erwarten lassen.
Open Questions
- Was waren die genauen Motive des Angreifers?
- Wie schwer sind die Verletzungen der betroffenen Personen?





