
Im Handelsblatt Crime Podcast analysieren Sönke Iwersen und Jürgen Flauger den Zusammenbruch des Energieanbieters Teldafax.
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Teldafax meldete am 14. Juni 2011 Insolvenz an, wobei Forderungen von 656 Millionen Euro offen blieben. Die Unternehmensführung war bereits seit 2009 über die Zahlungsunfähigkeit informiert.
Rudi Völler und Thomas Gottschalk warben für den Stromanbieter. Intern wusste der Vorstand längst, dass das Unternehmen zahlungsunfähig war. Ein System, das auf Täuschung aufgebaut war.
Es ist der 14. Juni 2011. Der Energieanbieter Teldafax stellt beim Amtsgericht Bonn Insolvenzantrag. Hunderttausende Kunden sind betroffen. Viele haben ihren Strom im Voraus bezahlt. Die Gesamtforderung der Gläubiger beläuft sich auf 656 Millionen Euro.
Dabei war das Unglück absehbar. Intern wussten Vorstand und Aufsichtsrat spätestens im Sommer 2009, dass Teldafax zahlungsunfähig war. Die Bundesnetzagentur hatte früh gewarnt, das Hauptzollamt die Bücher durchleuchtet. Und ein verurteilter Betrüger saß im Gefängnis – und nahm trotzdem Einfluss auf das Unternehmen.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime spricht Host Solveig Gode mit den Handelsblatt-Reportern Sönke Iwersen und Jürgen Flauger, die den Fall 2010 aufdeckten.
Es geht um ein Geschäftsmodell, das auf Vorkasse und erzwungenem Wachstum beruhte, mit Prominenten als Vertrauensgaranten – von Rudi Völler über Thomas Gottschalk bis Ole Einar Björndalen. Im Zentrum steht die Frage, wie ein solches System trotz früher Warnzeichen jahrelang weiterlaufen konnte.
Moderiert von Solveig Gode
Produziert von Christian Heinemann
Eine Chronik der Teldafax-Recherchen von Sönke Iwersen und Jürgen Flauger gibt es hier.

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