
Wegen Absatzkrisen in China und den USA sowie tiefen roten Zahlen im dritten Quartal baut der schwedische Autobauer weltweit rund 2500 Jobs ab.
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Volvo Cars wird von dem chinesischen Konzern Geely kontrolliert und kämpft mit sinkenden Verkaufszahlen in China und den USA.
Der schwedische Autohersteller Volvo steckt weiter tief in der Krise. In China bricht der Absatz fast um die Hälfte ein, auch in den USA läuft es schlecht. Der Konzern reagiert. Erneut müssen Tausende Mitarbeiter um ihre Jobs bangen.
Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars streicht nach einem desaströsen Quartal mit einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs. Vorstandschef Hakan Samuelsson baut weltweit rund 2500 Stellen ab, um die jährlichen Ausgaben um rund 5 Milliarden schwedische Kronen (450 Millionen Euro) zu senken. "Das dritte Quartal 2026 war sehr enttäuschend und spiegelt ein Jahr wider, das weitaus herausfordernder geworden ist als ursprünglich erwartet", erklärte Samuelsson. "Unser laufender Sanierungsplan bedarf daher einer entscheidenden Verstärkung."
Allein 2000 Arbeitsplätze sollen in der schwedischen Heimat wegfallen. Einerseits würden Beraterverträge beendet und natürliche Weggänge genutzt, andererseits sollen Mitarbeiter Abfindungsangebote erhalten. Erst im April 2025 hatte der Konzern angekündigt, 3000 Stellen aufgrund der hohen Verluste zu streichen. Von ehemals 43.000 Beschäftigten im Vorjahreszeitraum waren in den ersten neun Monaten 2026 im Schnitt noch rund 39.300 an Bord.
Preiskampf und Zölle: Warum Volvo schwächelt
Im dritten Quartal rutschte der Autobauer unter anderem wegen der Krise in China tief in die roten Zahlen. Volvo lieferte in den drei Monaten bis Ende September mit rund 141.300 Autos elf Prozent weniger Fahrzeuge aus, der Umsatz rutschte um fast ein Viertel auf 66,9 Milliarden Kronen ab. Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag bei 5,6 Milliarden Kronen nach einem operativen Gewinn von 6,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Unter dem Strich betrug der Verlust 5,7 Milliarden Kronen (513 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum hatte Volvo noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden Kronen ausgewiesen.
Dass es für die Schweden nicht gut läuft, hatte sich bereits abgezeichnet. Anfang Oktober hatte Samuelsson den Jahresausblick kassiert. "Das dritte Quartal war sehr enttäuschend", schrieb er nun in seinem Brief an die Aktionäre. Dabei habe sich eine schwache Entwicklung nicht nur in China, sondern auch in den USA gezeigt. Damit habe die Hälfte des Konzerns keinen Gewinnbeitrag geliefert, so der Manager.
In China befinde sich der Markt für angestammte Premiummarken in einem ernsten Rückgang, schrieb Samuelsson. Der Umsatz für Volvo brach dort im Jahresvergleich nahezu um die Hälfte ein. Auch die deutschen Hersteller Mercedes-Benz, BMW und die VW-Tochter Audi leiden in dem einstigen Wachstumsmarkt unter hoher Konkurrenz und sinkenden Preisen. In den USA belasteten Volvo den Angaben zufolge weiter sowohl die Einfuhrzölle auf EU-Autos als auch wegfallende Kaufanreize für Autos mit Elektroantrieben.
Die Aktie des Autobauers war in dieser Woche auf ein Rekordtief gefallen und hat im bisherigen Jahresverlauf 54 Prozent an Wert verloren. Volvo wird vom chinesischen Autokonzern Geely kontrolliert. Der schwedische Lkw-Bauer Volvo AB ist seit Jahrzehnten von dem Autobauer getrennt.

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