Im September waren nur noch 52,4 Prozent der Fernzüge pünktlich – Zielvorgabe von 60 Prozent wird verfehlt
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Die Bahn kämpft mit einem hohen Baupensum und zahlreichen Anlagenstörungen. Das selbst gesetzte Pünktlichkeitsziel von 60 Prozent für das laufende Jahr ist bereits jetzt als unerreichbar eingestuft.
Auch im September hatte fast jeder zweite Fernverkehrszug der Deutschen Bahn Verspätung. Die Pünktlichkeitsquote habe sich nach vorläufigen Daten von 54,2 Prozent im August auf 52,4 Prozent im vergangenen Monat verschlechtert, teilte die Bahn mit. Zur Begründung hieß es, dass das hohe Baupensum in Verkehrsknoten und auf Hauptrouten sowie eine anhaltend hohe Zahl von Anlagenstörungen die Pünktlichkeit minderten, insbesondere im langlaufenden Fernverkehr.
Die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr der Bahn waren mit der ersten Hitzewelle im Juni auf 52,6 Prozent gesunken und im Juli auf diesem Niveau geblieben. Im Mai waren noch 61,1 Prozent der Züge pünktlich gewesen, im April 64,4 Prozent. Bahnchefin Evelyn Palla hat für das laufende Jahr ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr ausgegeben. Es ist bereits absehbar, dass dieses Ziel nicht erreicht wird.
Zwischen Berlin und Wolfsburg etwa hätten ICE-Züge wegen des schlechten Zustands der Strecken vielerorts langsamer fahren müssen, erklärte die Bahn. Deshalb hat sie auf der wichtigen Strecke zwischen Berlin und Hannover von Oktober an mit umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen. Die Strecke ist bis voraussichtlich Ende 2027 für den Fernverkehr gesperrt. Die Fahrtzeit auf dem wichtigen Ost-West-Korridor verlängert sich wegen Umleitungen um 80 Minuten. Für den Nahverkehr werden Busse als Ersatz eingesetzt.
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Das Pünktlichkeitsziel von 60 Prozent wird für das Jahr 2024 nicht erreicht.
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