
Eine Studie von Simon Kucher zeigt, dass 67 Prozent der deutschen Hersteller langlebiger Konsumgüter trotz bereits erfolgter Preiserhöhungen und schwacher Nachfrage weitere Erhöhungen planen, was Experten vor einer Abwärtsspirale warnen lassen.
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75 Prozent der deutschen Hersteller langlebiger Konsumgüter haben im vergangenen Jahr bereits die Preise erhöht, trotz schwacher Nachfrage.
Düsseldorf. Es ist eine riskante Strategie: Obwohl 75 Prozent der deutschen Hersteller langlebiger Konsumgüter im vergangenen Jahr bereits die Preise erhöht haben, plant die Mehrheit – konkret sind es 67 Prozent – schon die nächste Runde – trotz schwacher Nachfrage. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Simon Kucher hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Doch die geplanten Preiserhöhungen bergen Gefahren: Wenn Kunden auf Billiganbieter ausweichen, sinkt der Absatz, der Margendruck steigt weiter – eine „Abwärtsspirale“, vor der Experten warnen. Hinzu kommt: In den Verhandlungen mit dem Handel könnten die Hersteller den Kürzeren ziehen. Denn zwischen beiden Seiten prallen unterschiedliche Prioritäten aufeinander, erklärt Studienautor Björn Dahmen:

Die Inflation in Deutschland stieg im August auf 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, getrieben durch steigende Ölpreise aufgrund des Nahost-Kriegs und durch Niedrigwasser im Rhein, das die Schifffahrt beeinträchtigt. Energiepreise legten um 7,5 Prozent zu, Kraftstoffpreise in NRW stiegen um 2,6 Prozent innerhalb eines Monats. Die EZB könnte den Leitzins im September anheben.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly übernimmt die Biotechfirma Merida Biosciences für bis zu 2,88 Milliarden Dollar in bar, um sein Portfolio bei Autoimmun- und Allergieerkrankungen zu erweitern. Der Deal umfasst eine Vorabzahlung und erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen, mit Abschluss im vierten Quartal geplant. Meridas Hauptkandidat MER511 wird gegen Morbus Basedow und Augenerkrankungen getestet.

Der Dax legte in der vergangenen Woche knapp 1,7 Prozent zu und erreichte mit 26.619 Punkten ein Rekordhoch. Trotz erneuter Spannungen im Nahen Osten beliefen sich die Verluste am Montag nur auf moderate Werte. Die Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment zeigt, dass Privatanleger die Marktsituation nach den Kursgewinnen wieder positiver einschätzen.

Obwohl Deutschland bei Patentanmeldungen europaweit führend ist, gelingt es selten, Forschungsergebnisse in marktbestimmende Produkte umzuwandeln. Die Schwäche liegt nicht in der Ideenfindung, sondern in der Skalierung aufgrund von fehlendem Kapital und einem nicht integrierten europäischen Markt.

Der Rüstungsaufschwung der Bundeswehr führt zu Investitionen in Regionen wie Kassel, Görlitz und Unterlüß, wo Unternehmen der Rüstungsindustrie ihre Produktion ausbauen. Mit dem Verteidigungsbudget von 180 Milliarden Euro bis 2030 wechseln Tausende aus der Auto- und Maschinenbauindustrie in den Verteidigungssektor, wobei einige Betriebe ihre Produktion von Waggons auf Panzer umstellen.
Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei 2,9 Prozent, getrieben durch höhere Energiepreise für Kraftstoffe und Heizöl. Experten warnen vor weiterer Teuerung aufgrund des Iran-Konflikts und klimatischer Auswirkungen auf Ernten. Die EZB könnte die Leitzinsen am 10. September erhöhen, um die Inflation auf ihr 2-Prozent-Ziel zu bringen.