Deutsche Wirtschaft zeigt erste Anzeichen der Erholung trotz struktureller Herausforderungen
Quick Look
- Die deutsche Wirtschaft weist im ersten Halbjahr ein Wachstum von durchschnittlich 0,35 Prozent auf, das Geschäftsklima verbessert sich und die Industrie zeigt Erholungsanzeichen.
- Gleichzeitig fließen erhebliche Mittel in die Rüstungsindustrie, während Stellenabbau und Probleme der Autoindustrie in der öffentlichen Wahrnehmung präsent bleiben.
- Zusätzlich werden neue Vorwürfe gegen Israels Premierminister Netanjahu wegen angeblicher Nichtweitergabe einer Warnung vor dem Hamas-Angriff am 7.
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Why It Matters
Die deutsche Wirtschaft litt unter stagnierendem Wachstum, hohen Energiepreisen und strukturellen Problemen in der Automobilindustrie. Gleichzeitig erhöhen geopolitische Spannungen die Nachfrage nach Rüstungsgütern. In Israel stehen Wahlen an, wobei Premierminister Netanjahu wegen des Hamas-Angriffs am 7. Oktober 2023 unter Druck steht.
Nach Jahren der schlechten Nachrichten gibt es plötzlich Grund für etwas mehr Optimismus bei der deutschen Wirtschaft. Im ersten Halbjahr ist sie im Schnitt um 0,35 Prozent gewachsen, das Geschäftsklima hat sich zuletzt verbessert, und auch die Industrie zeigt Anzeichen einer Erholung. Gleichzeitig fließt auch viel Geld in die Rüstungsindustrie. Im VW-Werk in Osnabrück sollen künftig Luftverteidigungssysteme produziert werden, ein US-israelisches Unternehmen will in Sachsen Marschflugkörper bauen. In der öffentlichen Wahrnehmung sind dagegen weiterhin Stellenabbau und die Probleme der deutschen Autoindustrie präsent. Ob wir also schon von einem Aufschwung sprechen können, welche Rolle die Aufrüstung dabei spielt und wie viel davon auf die Politik der Bundesregierung zurückzuführen ist, ordnet Mark Schieritz ein, stellvertretender Ressortleiter im Ressort Politik der ZEIT.
In wenigen Wochen wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Kurz vor der Wahl gibt es jetzt neue Vorwürfe gegen Premierminister Benjamin Netanjahu: Laut Recherchen der israelischen Zeitung Ha'aretz soll ihn der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate vor dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 in einem Telefonat gewarnt haben, dass die Hamas eine große Operation gegen Israel vorbereite. Netanjahu jedoch soll die Warnung nicht an die israelischen Sicherheitskräfte weitergegeben haben. Sein Büro weist die Darstellung als »absolute Lüge« zurück. Wie glaubhaft sind die neuen Vorwürfe – und könnten sie Netanjahu so kurz vor der Wahl schaden? Das erklärt Steffi Hentschke. Sie berichtet für die ZEIT aus Israel.
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Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Philipp Moser
Mitarbeit: Emma Möllenbrock, Constanze Kainz, Sophia Boddenberg
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die deutsche Wirtschaft wird im zweiten Halbjahr 2026 ein ähnliches oder leicht verbessertes Wachstum zeigen, wenn die aktuellen Trends anhalten.
Likely · Within months
Die Vorwürfe gegen Benjamin Netanjahu werden die israelische Wahlkampfdynamik beeinflussen, aber wahrscheinlich nicht ausreichend sein, um seine Wiederwahl zu verhindern.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie nachhaltig ist das aktuelle Wirtschaftswachstum in Deutschland?
- In welchem Umfang trägt die Rüstungsindustrie zur wirtschaftlichen Erholung bei?
- Welche konkreten politischen Maßnahmen der Bundesregierung haben zur Verbesserung des Geschäftsklimas geführt?
- Wie glaubwürdig sind die Vorwürfe gegen Netanjahu hinsichtlich der Nichtweitergabe der Warnung vor dem Hamas-Angriff?


