
Steigende Ölpreise, hohe Anleiherenditen und die Rekordverschuldung der USA belasten die Börsen. Bitcoin knackt hingegen die Marke von 70.000 Dollar.
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Der US-Schuldenberg ist auf über 40 Billionen Dollar angewachsen. Der DAX hatte erst in der Vorwoche ein Rekordhoch von 26.573 Punkten markiert.
In dieser Woche ging es beim Deutschen Aktienindex unter dem Strich nur abwärts. Heute standen zu Handelsschluss 25.983 Punkte auf der Anzeigetafel in Frankfurt. Ein Minus von 0,4 Prozent. Der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten.
Am Vormittag ist der Leitindex wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten gerutscht. Noch in der Vorwoche hatte der Deutsche Aktienindex ein Rekordhoch markiert: 26.573 Punkte.
Was die Stimmung der Anlegerinnen und Anleger belastet? Einmal sind die Ölpreise aufgrund der verfahrenen Lage am Persischen Golf wieder gestiegen. Vermutlich aufgrund fehlender Verhandlungserfolge mit Teheran droht US-Präsident Donald Trump Iran mit einem "beispiellosen Wirtschaftskrieg." Das lässt nichts Gutes für Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise vermuten.
Zum anderen liegen die Anleiherenditen nach einem deutlichen Anstieg auf nach wie vor hohem Niveau - was Aktien unattraktiver macht.
Wie bekannt geworden ist, ist der Schuldenberg der USA mittlerweile auf über 40 Billionen Dollar angewachsen. Nicht zuletzt das treibt die Renditen von Anleihen nach oben.
Weil es bei solchen Schuldenbergen riskanter für Investoren wird, dass sie ihr Geld auch wirklich zurück bekommen, fordern sie einen höheren Risikoaufschlag für ihre Leihgabe. Das erhöht die Refinanzierungskosten der Staaten und macht den Weg aus der Schuldenfalle immer schwieriger.
Für Verbraucherinnnen und Verbraucher sind die Folgen ebenfalls gravierend: Kreditkosten für Hypotheken, Autos oder anderen Anschaffungen werden in die Höhe getrieben. Und die Preise für Waren und Dienstleistungen klettern ebenfalls.
Der weltweit größte Einzelhändler Walmart hat zwar hat zwar von Mai bis Ende Juli konzernweit den Umsatz gesteigert: um fast sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf 187,9 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 161,6 Milliarden Euro). Auch der Gewinn war höher - operativ 29 Prozent höher als im Vorjahr - unter anderem dank der Zollrückzahlungen der US-Regierung.
Aber das wichtige US-Geschäft lief schlechter als von Analysten erwartet. Was dazu geführt hat, dass die Papiere von Walmart abgestraft wurden. Im frühen New Yorker Handel ging es für die Titel des weltgrößten Einzelhändlers um 8,7 Prozent abwärts. Der größte Abschlag innerhalb eines Handelstages seit 2022. Was den Papieren die rote Laterne im Leitindex Dow Jones Industrial bescherte.
Der Dow Jones war etwa 0,6 Prozent im Minus in den Handel gestartet. Auch der techlastige Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 rangierten nach der Öffnung der Wallstreet in der Verlustzone.
Nach einer längeren Durststrecke waren Bitcoins heute wieder stärker gefragt. Der Kurs der Krypto-Leitwährung ist erstmals seit Juni wieder über 70.000 US-Dollar. In der Spitze kostete ein Bitcoin rund 72.000 Dollar. Gegenüber Freitag vergangener Woche hat die wichtigste Cyberdevise über elf Prozent zugelegt.
Für positive Erwartungen sorgte ein Treffen von US-Präsident Trump mit Vertretern wichtiger Krypto-Unternehmen wie Coinbase, Ripple und Gemini. Um im geopolitischen Wettbewerb vor China zu bleiben, stellte der Präsident eine intensivere Unterstützung der Branche in Aussicht.
Außerdem trieb die Ankündigung des US-Finanzministeriums, das laufende Rückkaufprogramm für Anleihen auszuweiten manche Anleger in alternative Werte wie den Bitcoin.
Eine gesenkte Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026/27 und schwache Umsätze in zweiten Geschäftsquartal haben die Aktien des Sportartikelhändlers JD Sports auf Talfahrt geschickt. An der Börse in London verloren sie zeitweise rund 15 Prozent. Vor anderthalb Wochen hatte der Schweizer Konkurrent, die On Holding, bereits mit schwachen Umsätzen enttäuscht.
Bei den unter anderem durch hohe Energiepreise gestiegenen Lebenshaltungskosten schränken die Konsumnetinnen und Konsumenten ihre Ausgaben zunehmend ein. Der Run auf Sport- und Freizeitbekleidung scheint etwas abgekühlt. Die gedämpfteren Erwartungen treffen auch den deutschen Sportartikelhersteller Adidas. Die Papiere haben rund drei Prozent verloren. Adidas war damit Schlusslicht im DAX. Die Aktien von Konkurrent Puma brachen im MDAX für mittelgroße Werte um bis zu 2,8 Prozent ein, erholten sich dann aber wieder.
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