Deutscher Maschinenbau: Exporte im Juni stützen Halbjahresbilanz
Trotz geopolitischer Spannungen und schwachem Chinageschäft begrenzen kräftige Juni-Exporte die Verluste im ersten Halbjahr.
Quick Look
- Der deutsche Maschinenbau verzeichnete im ersten Halbjahr einen Exportwert von 99,3 Milliarden Euro, ein nominales Minus von 0,8 Prozent.
- Ein starkes Exportplus im Juni konnte die Einbußen durch geopolitische Spannungen und das schwache Chinageschäft abmildern.
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Why It Matters
Der deutsche Maschinenbau kämpft mit geopolitischen Spannungen und einer schwachen Nachfrage aus China. Die Exportzahlen für das erste Halbjahr zeigen eine leichte Abwärtsbewegung.
Frankfurt am Main. Kräftige Exporte im Juni haben den kriselnden deutschen Maschinenbau gestärkt und Einbußen im ersten Halbjahr begrenzt. Von Januar bis Juni wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 99,3 Milliarden Euro exportiert, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Damit sanken die Ausfuhren nominal um 0,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum, preisbereinigt stand ein Minus von 2,5 Prozent.
„Geopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und das weiterhin schwache Chinageschäft haben die Maschinenausfuhren im ersten Halbjahr belastet“, sagte VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig. Ein weitgehend stabiles zweites Quartal und ein kräftiges Exportplus von 6,8 Prozent im Juni hätten das Halbjahresminus jedoch gedämpft.
Im Geschäft mit den USA bremsten zwar die Zollpolitik von Präsident Donald Trump und der starke Euro. Dennoch konnten die Exporte im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro zulegen dank einer Stabilisierung im zweiten Quartal.
Dagegen brachen die Exporte nach China im ersten Halbjahr um fast 14 Prozent ein auf gut sieben Milliarden Euro. Das Geschäft mit der EU legte 1,3 Prozent leicht zu, dank wichtiger Märkte wie Frankreich und den Niederlanden.
Open Questions
- Wie entwickelt sich das Chinageschäft im zweiten Halbjahr?
- Welche Auswirkungen haben weitere Zollentscheidungen der USA?







