Deutschland-Gipfel: Jetzt live: Debatte beim Deutschland-Gipfel mit den CEOs von Allianz, BASF, Infineon und VW
Zum Auftakt des Deutschland-Gipfels von Handelsblatt und WirtschaftsWoche debattieren Top-Manager und Ökonomen über Zukunftsinvestitionen, KI-Risiken und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Quick Look
Beim Deutschland-Gipfel 2026 in Berlin diskutieren DAX-CEOs und Experten über die Transformation der Wirtschaft, Bürokratieabbau, politische Risiken und Künstliche Intelligenz.
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Why It Matters
Der Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und WirtschaftsWoche bringt Spitzenkräfte aus Wirtschaft und Politik in Berlin zusammen.
Deutschland-Gipfel 2026 beginnt
Der Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und Wirtschaftswoche beginnt um 09.30 Uhr in Berlin. Unter diesem Link können Sie den Livestream verfolgen. Die wichtigsten Interviews, Gespräche und Wortmeldungen finden Sie auch hier im Liveblog.
Blume: „Wir sind total entschlossen“
Von Buttlar fragt Blume, wie VW mit den aktuellen Herausforderungen der Branche umgehen will. „Es geht darum, nicht in Seenot zu geraten“, sagt Blume. Es gehe aber auch darum, „die Segel nun richtig zu setzen – als die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Blume spricht über geopolitische Herausforderungen, ebenso wie über neue bürokratische Vorstellungen.
Nach der Transformation gefragt, sagt der VW-CEO: „Wir sind total entschlossen.“ Er fügt hinzu: „Wir müssen jeden Stein umdrehen und jetzt eine radikale Transformation machen.“ Diese würde jedem viel abverlangen.
Dax-CEOs im Gespräch mit WirtschaftsWoche-Chefredakteur Horst von Buttlar
Das nächste Panel beginnt auf der Bühne des Deutschlandgipfels von Handelsblatt und WirtschaftsWoche. WirtschaftsWoche-Chefredakteur Horst von Buttlar spricht mit den vier Dax-CEOs Oliver Bäte (Allianz SE), Oliver Blume (Volkswagen Group), Jochen Hanebeck (Infineon), Martin Kamieth (BASF) zur Zusammenarbeit von Unternehmen und Staat bei Zukunftsinvestitionen.
Weber: AfD und Linke nicht gleichsetzen
„Grüße aus der Zukunft“, sagt die in den USA lebende Ökonomin Isabella Weber. Sie spricht sich dagegen aus, die Wahlerfolge von AfD und Linkspartei gleichzusetzen. Eine völkische, demokratiefeindliche AfD sei ein ungleich größeres Problem für Deutschland als die Linke, die in Berlin Wohnungen vergesellschaften will.
Deutsche-Bank-Chef: Linken-Regierung in Berlin „kann problematisch werden“
Christian Sewing, Chef der Deutschen Bank, warnt vor den Folgen unter Beteiligung der Linken und der AfD in deutschen Bundesländern. Die Bank hätten viele Anrufe zu den Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt und Berlin erreicht. Eine Regierung unter Führung der Linken „kann problematisch werden“, sagt er.
Investoren schätzten an Deutschland vor allem die Rechtssicherheit und die Stärke der Demokratie. „Wenn wir damit spielen, wird das verfliegen“, sagt Sewing. Stattdessen müsse die Bundesregierung an ihrem Reformkurs festhalten. Politik und Wirtschaft müssten gemeinsam daran arbeiten, zu mehr Wachstum zu kommen.
Ökonomin Weber: Staaten müssen dystopisches KI-Szenario eindämmen
Die in den USA unterrichtende Ökonomin Isabelle Weber spricht sich dafür aus, KI-Dystopien und Ängste vom „Ende der Welt“ durch Künstliche Intelligenz (KI) von staatlicher Seite aus einzudämmen. In einem ersten Schritt könnten sich staatliche Einrichtungen beispielsweise von Programmen großer Techkonzerne unabhängig machen. Sie könne etwa nicht verstehen, warum nach wie vor alle Behörden und Universitäten Microsoft Word nutzten und nicht ein unabhängiges Programm.
Anderson: In jeder deutschen Stadt sollten längst Robo-Taxis fahren
Deutschland als Autoland dürfe die Führungsrolle in der weltweiten Industrie nicht verlieren und das zur Priorität machen, sagt der Bayer-Chef. Er habe viel auszusetzen an seiner Heimatstadt San Francisco, doch dort seien etwa Robo-Taxis längst Alltag. In einem Jahr müsse es in allen größeren deutschen Städten autonom fahrende Autos geben.
Anderson: Deutschland hat die Debattenkultur nicht verlernt
Der Bayer-Chef ist nicht der Meinung, dass die Gesellschaften in Deutschland und anderen westlichen Staaten verlernt haben, unterschiedliche Ansichten auszuhalten und zu diskutieren. Ihn besorge viel mehr, dass die jüngste Generation Studien zufolge nicht optimistischer als ihre Eltern und Großeltern sei, sagt Bill Anderson. Finanzielle Stabilität – „also quasi die historische Mission Deutschlands“ – sei für die Zufriedenheit der jungen Menschen weniger entscheidend als das Gefühl von Wirksamkeit und einer bedeutenden Aufgabe.
Anderson: Unternehmen müssen Beschäftigte zwingen, Entscheidungen zu treffen
Der Bayer-Chef ist davon überzeugt, dass Führungskräfte ihre Beschäftigten dazu bringen müssen, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Selbst jene, die am Arbeitsplatz nur „Dienst nach Vorschrift“ machten, träfen außerhalb der Arbeit ständig wichtige Entscheidungen. Die Struktur eines Konzerns müsse sich das zunutze machen.
Bayer habe vor wenigen Jahren noch 17.000 Personen mit Management-Verantwortung gehabt, heute seien es noch rund 4500. Das sei nur möglich, weil mehr Beschäftigte eigenständig agierten.
Anderson: Bei Bayer gab es 1300 Seiten Regeln
Der Bayer-Chef berichtet von seiner Mission, den Chemie- und Pharmakonzern zu transformieren und dabei vor allem Bürokratie abzuschaffen. Als er 2023 die Führung übernahm, habe es für ihn ein Regelwerk von 1300 Seiten gegeben. Er setze statt starrer Bürokratie lieber auf „Ownership“ und geteilte Werte, sagt Anderson.
Bayer-Chef: Deutsche haben „Konsumenten-Mentalität“ entwickelt
Der Bayer-CEO attestiert den Deutschen, eine „Konsumenten-Mentalität“ angenommen zu haben. Ein Land sei nicht wie ein Restaurant, in dem man für Geld guten Service erwarten könne. Für den Erfolg eines Landes seien die Bürgerinnen und Bürger auch selbst verantwortlich. Man könne sich nicht darauf verlassen, dass die Regierung alles regele.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Robo-Taxis sollen in einem Jahr in größeren deutschen Städten fahren.
Speculative · Within months
Open Questions
- Wel konkreten Reformen setzt die Regierung um?
- Wie verläuft die Transformation bei Volkswagen?





