DFB-Präsident Neuendorf fordert Rote Karte für FIFA-Chef Infantino
Quick Look
- DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat Gianni Infantino als FIFA-Chef für untragbar erklärt und seine Absetzung gefordert.
- Er kritisierte Infantinos Führungsstil und kündigte an, im März nicht für ihn zu stimmen.
- Ein Gegenkandidat für die FIFA-Präsidentschaftswahl 2027 steht bisher nicht aus.
AI-generated summary
Why It Matters
Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf kritisiert Gianni Infantino wegen dessen Führungsstil und mangelnder Reformbereitschaft in der FIFA. Infantino hatte Reformangebote gemacht, die Neuendorf als durchschaubares Manöver bezeichnete.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat bei seiner Kritik an Gianni Infantino nachgelegt und die Rote Karte für den FIFA-Boss gefordert. «Wir müssen ihn vom Platz stellen», sagte der Spitzenfunktionär in einem «Tagesspiegel»-Interview. Er werde im März nicht für Infantino stimmen.
«Gianni Infantino ist als FIFA-Chef nicht mehr tragbar. Er hat dem Fußball sehr geschadet», so Neuendorf weiter. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) sei man sich einig: Infantino habe «jegliches Vertrauen verspielt». An diesem Mittwoch ist ein Treffen aller 55 Mitgliedsverbände der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Berlin angesetzt.
Neuendorf hatte zuvor das Reform-Angebot Infantinos an die 211 Mitgliedsverbände des Weltverbandes als «durchschaubares Manöver» bezeichnet. Es gehe dem Schweizer darum, seine Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern.
Bisher kein Gegenkandidat für Infantino
Infantino hatte zuvor auf die andauernde Kritik an seinem Führungsstil reagiert und seinen Gegnern erstmals Gespräche über mögliche Reformen in der FIFA angeboten. Infantino kündigte in dem Brief eine unabhängige externe Überprüfung der FIFA-Governance sowie Konsultationen über eine Stärkung der Entscheidungsprozesse an, einschließlich der Rolle des Präsidenten.
Der 56-Jährige machte gleichzeitig klar, dass er die FIFA weiter anführen will. Von einem Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit beim Kongress im März 2027 ist nicht die Rede. Diesen fordern seine Kritiker um UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin. Einen Gegenkandidaten Infantinos gibt es bisher nicht. Bis zum 18. November müssen seine Gegner einen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl drei Monate später in Marokko aufstellen. Dann endet die FIFA-Frist.
Neuendorf: «Nicht den Bock zum Gärtner machen»
«Infantino ist seit zehn Jahren im Amt und hat eine Kultur in der FIFA etabliert, die eines grundlegenden Wandels bedarf. Wir können aber nicht den Bock zum Gärtner machen», mahnte Neuendorf im «Tagesspiegel». «Es kann nicht sein, dass derjenige, der die heutigen Zustände zu verantworten hat, den dringend nötigen Reformprozess steuert.»
Ende August war der Streit mit der Androhung eines Strafantrags vor Schweizer Gerichten im Zusammenhang mit den WM-Investorenplänen gegen Infantino eskaliert. Dafür wurden bei US-Gerichten Informationen über die geplanten Geschäfte angefragt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Bernd Neuendorf wird im März 2027 nicht für Gianni Infantino stimmen.
Very likely · Within months
Bis zum 18. November werden die Gegner Infantinos einen Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaftswahl aufstellen müssen.
Likely · Within months
Open Questions
- Wird es einen Gegenkandidaten für Gianni Infantino bei der FIFA-Präsidentschaftswahl 2027 geben?
- Wie werden die UEFA-Mitgliedsverbände bei ihrem Treffen in Berlin abstimmen?
- Welche konkreten Reformen werden in der FIFA tatsächlich umgesetzt werden?

