Sonderkommission „Kajal“ ermittelt in Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs: 18 Haftbefehle seit Beginn der Ermittlungen vollstreckt.
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Die Sonderkommission „Kajal“ ermittelt seit Monaten gegen Dealer, die für sexuelle Übergriffe auf Mädchen und junge Frauen verantwortlich sein sollen.
Im Zusammenhang mit Drogen- und Sexualdelikten im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs sitzen drei weitere Personen in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen werden verdächtigt, ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, wie die Polizei mitteilte. Der dritte Festgenommene soll mehrfach Drogen an Minderjährige abgegeben haben.
Schon seit Monaten ermittelt die Sonderkommission «Kajal» gegen mutmaßliche Dealer, die für sexuelle Übergriffe auf Mädchen und junge Frauen verantwortlich sein sollen. In diesem Kontext sind laut Polizei inzwischen insgesamt 18 Haftbefehle vollstreckt worden.
Das 14-jährige Mädchen hatte sich den Angaben zufolge am Montag gemeldet und angegeben, kurz zuvor von zwei jungen Männern in einem Park nahe dem Plärrer vergewaltigt worden zu sein. Die Bundespolizei nahm demnach einen 16-Jährigen noch am selben Tag fest, am Tag darauf fassten Ermittler der Sonderkommission «Kajal» einen 18-Jährigen. Das Mädchen wurde laut Polizei bei dem Übergriff verletzt und musste ärztlich behandelt werden.
Die Beamten nahmen zudem einen 29-Jährigen fest, weil er wiederholt Drogen an Minderjährige abgegeben haben soll. Der Mann war bereits Mitte August bei einer Verkehrskontrolle geflüchtet und dabei von einer Stadtmauer in einen Stadtgraben gesprungen, wo er sich mehrere Knochenbrüche zuzog. Auch er sitzt in Untersuchungshaft.
Die Sonderkommission «Kajal» will nach Angaben der Polizei nicht nur Verdächtige ermitteln, sondern auch betroffene Mädchen und Jugendliche aus dem Umfeld des Bahnhofs herausholen. Erst vor einer Woche war es im Zuge der Ermittlungen zu einer Festnahme gekommen.
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