
Bauernverband rechnet mit unterdurchschnittlicher Ernte und fordert mehr Unterstützung
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Anhaltende Hitze und Dürreperioden in den Sommermonaten belasten zunehmend die Landwirtschaft in Deutschland.
Noch stecken die Bauern in Deutschland mitten in der Erntesaison. Eine Bilanz dieses heißen Sommers steht also noch aus. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Erwartungen der Landwirtinnen und Landwirte nicht erfüllt werden können.
Wer auf den Dürremonitor schaut, der vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig betrieben wird, sieht große regionale Unterschiede. Je weiter südlich man auf die Deutschlandkarte blickt, desto dunkler wird der mahnende Rot-Ton: Hier herrscht extreme Dürre.
Über ein Drittel der Landwirte muss Futter zukaufen
"Aktuell gehen wir von einer leicht unterdurchschnittlichen Ernte aus, was das Getreide und den Raps anbelangt", sagt Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes. Bei den spätreifen Kulturen sei es noch zu früh für die Vorhersage, aber auch hier setze die anhaltende Hitze zu. "Wir rechnen bestenfalls mit einer durchschnittlichen Ernte", so Sabet.
Bedenklicher ist der Zustand beim Grünland, erklärt sie - also landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Weiden. Das führt zu Problemen bei der Futterversorgung für die Tierhaltung. Nach einer Umfrage des Bauernverbandes müssen über ein Drittel der Landwirte Futtermittel zukaufen.
Bauern fordern Unterstützung
Mit Blick auf die aktuelle Dürre sagt ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, die Situation sei kein neues Problem, sie sei ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Die Regierung beobachte die Lage und sei im Austausch mit allen Akteuren.
Landwirt Ralf Behring reagiert mit Unverständnis. Das sei unverantwortlich, sagt er. "Das wär' so, als wenn ich als Landwirt sage: 'Naja, ich beobachte, wie meine Tiere verdursten oder meine Bäume vertrocknen'", kritisiert Behring. "Beobachten reicht nicht aus, ich muss aktiv werden."
Behring betreibt einen Hof in der Märkischen Schweiz in Brandenburg. Seit 35 Jahren arbeitet er als Landwirt, die Temperaturen machen ihm und seinem Hof zunehmend zu schaffen. Die Pflanzen brauchen mehr Wasser, die Waldbrandgefahr steigt. Und der Klimawandel erleichtere Borkenkäfern oder Eichenprozessionsspinnern die Verbreitung, erklärt er. Außerdem setze der Winter jetzt später ein und höre früher auf. Das Pflanzenwachstum sei dadurch länger und trockne die Böden zusätzlich aus.
"Ich kann's nicht regnen lassen"
Die Landwirtschaft in Deutschland leidet unter der Hitze. Das ist auch Thema diese Woche bei der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.
"Also man sieht gerade im Sommer, dass der Klimawandel natürlich ein Thema ist, das die Landwirtschaft beschäftigt", sagt der Minister von der CSU. Ein Thema, das auch ihn beschäftigen würde. Und fügt an: "Ich kann's nicht regnen lassen, sonst tät ich's machen".
Landwirt Behring schüttelt über diese Worte des Ministers den Kopf: "Wenn der oberste Minister sowas sagt, dann ist es wirklich nicht ermutigend für unseren Berufsstand."
Biobauer Behring zieht für seinen Hof für dieses Jahr eine gute Bilanz. Er freut sich über gute Getreideerträge und eine gute Obsternte, ausreichend Futter für die Tiere auf der Weide. Das gelingt, betont er, weil er vor 30 Jahren damit begonnen hat, den Boden nachhaltig zu bewirtschaften. Und dafür braucht es langen Atem und Unterstützung.

Der deutsche Ventilatorenhersteller Ziehl-Abegg beliefert von seinem Werk in Vietnam aus US-Tech-Konzerne wie Amazon. Die Produktion in der Provinz Dong Nai dient dazu, die Abhängigkeit von China zu reduzieren und den Export in die USA zu erleichtern.

Ralf Damde, Betriebsratschef bei DB Regio, kritisiert das Konzept der Korridorsanierungen der Deutschen Bahn. Er bemängelt hohe Kosten, den Austausch funktionstüchtiger Bauteile und die Beschäftigungslage der Mitarbeiter während der monatelangen Vollsperrungen.

Nach einem Urteil des US Supreme Court gegen Trumps Zollpolitik erhalten deutsche Unternehmen wie DHL und Siemens Healthineers Rückerstattungen in Millionenhöhe. Insgesamt wurden weltweit 81,3 Milliarden US-Dollar an Zöllen zurückgezahlt.

Die Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen stiegen auf 5,31 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. Finanzminister Scott Bessent plant Interventionen durch Umschuldung, um steigende Kreditkosten und konjunkturelle Belastungen zu begrenzen.

Nach einer enttäuschenden Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands aufgrund von Hitze und Trockenheit erwarten Experten keine Versorgungsengpässe in deutschen Supermärkten. Verbraucher müssen sich jedoch auf steigende Preise für Obst, Gemüse und Kartoffeln einstellen.

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