AI-generated summary
Die Zuckersteuer wurde ursprünglich als Teil des Sparpakets für die gesetzlichen Krankenversicherungen vereinbart. Ein erster Entwurf sah eine Besteuerung zuckerfreier Getränke vor, was zu Kritik führte und später korrigiert wurde.
Nach tagelangem Ringen hat sich die schwarz-rote Bundesregierung auf einen Kompromiss bei der Zuckersteuer verständigt. Dazu beigetragen haben weniger und niedrigere Steuerstufen sowie umfangreichere Ausnahmen für kleine Getränkehersteller. Der abgeschwächte Gesetzentwurf, der WELT vorliegt, soll am Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden, wie das Bundesfinanzministerium am Abend bestätigte.
Statt drei soll es nur noch zwei Steuerstufen geben: Getränke mit mindestens fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter sollen nun mit 26 Cent pro Liter besteuert werden, ab acht Gramm Zucker je 100 Milliliter mit 32 Cent pro Liter. Die vom Bundesfinanzministerium ursprünglich geplante dritte Steuerstufe von 38 Cent pro Liter für besonders zuckerhaltige Getränke ab zehn Gramm je 100 Milliliter wurde in der Fassung für das Kabinett ersatzlos gestrichen. Erstmals erhoben werden soll die Steuer unverändert ab dem 1. Juli 2027.
Dass die Einnahmen immer noch höher erwartet werden, liegt unter anderem daran, dass nicht nur zuckergesüßte Getränke wie Limo und Cola einer Zuckersteuer unterliegen sollen, sondern auch Konzentrate und Sirupe. Ausgenommen von der Steuer bleiben unter anderem naturbelassene Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz und Nahrungsergänzungsmittel.
Auch alkoholfreier Wein, alkoholfreier Schaumwein und alkoholfreies Bier sind von der Zuckersteuer ausdrücklich ausgenommen. Das Gleiche gilt für Milchmischgetränke, sowie für Soja-, Hafer- und Reisdrinks.
Kleine Hersteller werden ausgenommen
Es kommt nicht nur auf die Art des Getränks, sondern auch auf die Größe des Herstellers an. Kleine unabhängige Hersteller mit einer Jahresproduktion von bis zu 70.000 Litern sollen vollständig befreit werden. Neu gegenüber dem ersten Entwurf ist auch eine zweite Ausnahme: Hersteller mit bis zu einer Million Liter Jahresproduktion sollen ebenfalls keine Steuer zahlen müssen. Diese Regelung ist als staatliche Beihilfe eingestuft und tritt erst in Kraft, wenn die EU-Kommission sie genehmigt hat.
Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Rahmen der Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzlichen Krankenversicherungen zunächst auf eine Zuckerabgabe geeinigt, die später zu einer Zuckersteuer wurde. Dann hatte ein erstes Eckwertepapier aus dem Bundesfinanzministerium für Schlagzeilen gesorgt, da danach auch zuckerfreie Getränke wie Light- und Zero-Getränke besteuert werden sollten. Eine „Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke“ ergebe keinen Sinn, stellte Klingbeil kurz darauf klar. Zudem wollte sein Ministerium ursprünglich die Schwelle bereits bei 4,5 Gramm je 100 Milliliter setzen.
Nach dem Bekanntwerden eines ausgearbeiteten Entwurfs aus Klingbeils Haus hatte das Bundeskanzleramt den Entwurf Anfang Oktober gestoppt. In den vergangenen Tagen hatte es vonseiten der Regierung geheißen, dass die betroffenen Ministerien bei dem Thema „in guten Gesprächen“ seien, es aber noch letzten Abstimmungsbedarf gebe. Die letzten Punkte konnten kurz vor der Kabinettssitzung am Mittwoch geklärt werden.

The black-red coalition has reached an agreement on a two-tier sugar drinks tax that will apply from July 2027. Small producers producing less than one million liters per year are exempt. The tax is expected to bring in around 690 million euros in 2027 and 925 million euros in 2028.

The black-red coalition has settled its dispute over the introduction of a sugar tax and agreed on a formulation aid for the government factions to implement the agreed sugar drinks tax. The regulation is to be decided in the cabinet tomorrow.

Katie Zacharia ended her first press conference as White House spokeswoman after a few minutes, only allowing three questioners and referring to Trump's trip to Alaska. Appearing nervous, she read off her statement and rambled, mistakenly referring to her husband as “my president.” Zacharia is considered an arch-conservative and has a history of spreading conspiracy theories, including the Pizzagate lie and claims about Michelle Obama. An unnamed government official criticized her launch, comparing it to Anthony Scaramucci's brief tenure as communications director.

The Berlin Left has welcomed Vanessa Emde into its parliamentary group after she signed a declaration against anti-Semitism. The Greens and SPD then interrupted coalition explorations to check whether their agreements still apply.

The Berlin Left has accepted Vanessa Emde into its parliamentary group, although the Left, the Greens and the SPD had previously agreed not to include her. Emde is considered particularly critical of Israel. All left-wing MPs have signed a declaration affirming the fight against anti-Semitism, the protection of Jewish life and Israel's right to exist, while at the same time leaving room for criticism of Hamas and solidarity with the population in war zones.

Federal President Frank-Walter Steinmeier has appointed Alexander Schweitzer as the new Federal Labor Minister after Bärbel Bas announced her resignation as minister and SPD leader. Steinmeier presented the certificate of appointment and emphasized the challenges of the office as well as the need for compromise and trust in the government.