
Vor den US-Kongresswahlen arbeiten Washington und Ottawa an einer Einigung, um die Beziehungen zu verbessern und politische Belastungen für Republikaner zu verringern.
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Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Kanada waren nach gescheiterten Gesprächen im August abgekühlt.
Vor den US-Kongresswahlen kämpft Präsident Trump mit schlechten Umfragewerten. Auch US-Zölle auf kanadische Produkte sind im Wahlkampf zur Belastung geworden - insbesondere für republikanische Kandidaten an der Grenze. Nun soll eine schnelle Lösung her, wie Insider berichten.
Die USA und Kanada arbeiten Insidern zufolge an einem Abkommen zur Senkung der US-Zölle auf kanadischen Stahl und Autos. Damit wollen die beiden Regierungen ihre nach dem Scheitern der Handelsgespräche im August abgekühlten Beziehungen verbessern, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen aus den USA und vier aus Kanada erfuhr. Im Zentrum der Verhandlungen stehen Zölle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und 25 Prozent auf Autos.
Einem kanadischen Insider zufolge ist eine Einigung noch vor den US-Kongresswahlen am 3. November möglich. Die US-Regierung dringe jedoch auf weitere Zugeständnisse Kanadas. Die Gespräche werden auf US-Seite von Handelsminister Howard Lutnick geführt, der in regelmäßigem Kontakt mit dem zuständigen kanadischen Minister Dominic LeBlanc stehe. Aus dessen Ministerium hieß es, man stehe in einem konstruktiven Dialog mit den USA und sei zu einer für beide Seiten vorteilhaften Handelsbeziehung bereit.
Die Verhandlungen finden vor dem Hintergrund historisch niedriger Umfragewerte für US-Präsident Donald Trump statt. Seinen Republikanern droht bei den Zwischenwahlen in der kommenden Woche der Verlust der Mehrheit im Kongress. Die Zölle sind für Trump zu einer politischen Belastung geworden, da republikanische Kandidaten in den Bundesstaaten an der Grenze ein Ende des Handelsstreits fordern.
Die Gespräche zwischen den beiden Ländern waren im August unter anderem an der Frage gescheitert, ob die Abgaben auf mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge gesenkt werden sollten. Trump hatte angekündigt, die Zölle auf Stahl- und Autoimporte aus Kanada zum 1. Januar 2027 auf 50 Prozent zu erhöhen. Am Sonntag stellte er bei einer Wahlkampfveranstaltung jedoch eine baldige Lösung des Streits in Aussicht. Am Freitag hatte er per Dekret Zölle in Höhe von 50 Prozent auf einige kanadische Agrar- und Forstprodukte aufgehoben.
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Mögliche Einigung über Zölle vor den US-Kongresswahlen am 3. November
Possible · Within days

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