
Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB gründet ein Joint Venture mit Mitsubishi Electric und profitiert im dritten Quartal stark vom KI-Rechenzentren-Boom.
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ABB expandiert durch strategische Zukäufe und profitiert stark von der globalen Nachfrage nach Energieinfrastruktur für Rechenzentren.
Zürich. Der Elektrotechnikkonzern ABB kauft weiter zu. Der Schweizer Konzern gründet ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Mitsubishi Electric, in das dessen ausgegliedertes Produktgeschäft für Niederspannungs-Energieverteilung eingebracht wird, teilte ABB am Dienstag mit.
Das Joint Venture werde sich auf Niederspannungsangebote für Märkte in Asien konzentrieren. Für umgerechnet rund 495 Millionen Dollar erwerbe ABB eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an dem neu formierten Unternehmen. Zudem übernehme der Siemens-Rivale die damit verbundenen Vertriebsaktivitäten von Mitsubishi Electric für Niederspannungs-Energieverteilungsprodukte außerhalb Japans komplett. Die Transaktion werde voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen. ABB habe mittelfristig eine Option auf eine vollständige Übernahme der verbleibenden Anteile.
Gleichzeitig legte ABB den Abschluss des dritten Quartals vor. Getrieben vom Boom beim Bau von Rechenzentren kletterte der Auftragseingang um 40 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal hatte ABB ein Bestellungsplus von bereinigt 28 Prozent verbucht, im ersten Quartal von 24 Prozent. „ABB hat einen Auftragsrekord erzielt und die operative Performance mit starkem Cashflow und hoher Kapitalrendite verbessert“, erklärte Konzernchef Morten Wierod.
Im größten und profitabelsten Geschäft Elektrifizierung schoss der Auftragseingang im Sommer gar um 70 Prozent hoch. Die Sparte, die unter anderem Schaltanlagen, Steckdosen und Umspannwerke produziert, ist die Wachstumslokomotive von ABB. So kurbeln auch die Milliardeninvestitionen in den Bau von neuen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) das Geschäft an. Hier liefert ABB unter anderem Ausrüstung für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.
Der konzernweite Umsatz zog um 14 Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar an. Dank des starken Elektrifizierungsgeschäfts verbesserte sich die operative Gewinnspanne (Ebita) auf 20,8 Prozent. Analysten hatten einer vom Unternehmen selbst erhobenen Umfrage zufolge mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Dollar und einer operativen Marge von 20,5 Prozent gerechnet.
ABB hob den Ausblick für das Gesamtjahr leicht an. Neu peilt der Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Die operative Marge solle sich im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 270 Basispunkte erhöhen.
AI outlook — possibilities, not facts
Abschluss der Joint-Venture-Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2027
Likely · Within months

Thanks to AI hype and high demand for data center equipment, ABB reports record orders in the third quarter. Nevertheless, the share is coming under pressure due to doubts about profits.

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