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EU erwägt offenbar Großkonzern-Abgabe statt Digitalsteuer
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Spiegel Wirtschaft2 hours agoBusiness1 min readGermanyView translation

EU erwägt offenbar Großkonzern-Abgabe statt Digitalsteuer

Diskussion um pauschale Abgabe für umsatzstarke Unternehmen in der EU zur Vermeidung von Handelskonflikten mit den USA

Quick Look

  • Die EU erwägt eine pauschale Abgabe für Unternehmen mit über 100 Millionen Euro Umsatz, um eine gezielte Digitalsteuer zu vermeiden.
  • Ziel ist es, Handelskonflikte mit den USA zu verhindern, während die Bundesregierung zusätzliche EU-Abgaben ablehnt.

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Why It Matters

Die EU sucht nach Wegen zur Finanzierung ihres Budgets, während die USA mit Zöllen auf Digitalsteuern reagieren. Die Bundesregierung lehnt neue EU-Abgaben und gemeinsame Schulden ab.

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»Einige EU-Staaten lehnen eine reine Digitalsteuer ab, weil sie die Amerikaner nicht verärgern wollen«, zitierte das Blatt einen EU-Vertreter. Viele andere lehnten die Gesetzesinitiative »Corporate Resource for Europe« (Core) prinzipiell ab. »Die Lösung besteht darin, die Steuer so auszuweiten, dass sie so gut wie alle großen Unternehmen erfasst.«

Die Idee einer Steuer für umsatzstarke Unternehmen anstelle der bisherigen Digitalsteuer-Pläne kursiert seit Wochen. Im Gespräch war eine Abgabe für in der EU tätige Unternehmen mit einem Nettoumsatz von mehr als 50 Millionen Euro.

Bundesregierung gegen zusätzliche Abgabe auf EU-Ebene

Wie die »Financial Times« unter Berufung auf überarbeitete EU-Pläne weiter berichtet, sollen nun sämtliche Unternehmen, die in der Staatengemeinschaft einen jährlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro erwirtschaften, eine pauschale Abgabe zwischen 100.000 und 750.000 Euro zahlen.

Dabei dürfte es vor allem darum gehen, die USA mit ihren mächtigen Techkonzernen nicht vor den Kopf zu stoßen. US-Präsident Donald Trump hat schließlich gedroht, Waren aus Ländern, die eine Digitalsteuer für US-Unternehmen einführen, mit Importzöllen in Höhe von 100 Prozent zu belegen.

Die EU-Kommission betonte, sie sei »weiterhin bereit, den Rat und das Europäische Parlament dabei zu unterstützen, eine Einigung über den neuen Finanzrahmen zu erzielen, da diese Mittel unerlässlich sind, um die angemessene Finanzierung unserer gemeinsamen Prioritäten im nächsten Jahrzehnt sicherzustellen«.

Die Bundesregierung lehnt zusätzliche Abgaben auf europäischer Ebene ab. Sie besteht auf einer drastischen Kürzung des EU-Budgets ab 2028. Der Aufnahme gemeinsamer Schulden erteilt sie ebenfalls eine Absage. Der Branchenverband Computer & Communications Industry Association (CCIA), der zahlreiche US-Techfirmen vertritt, äußerte sich bislang nicht öffentlich.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Verhandlungen über den neuen EU-Finanzrahmen ab 2028

    Very likely · Within years

Open Questions

  • Wird der Vorschlag im EU-Rat eine Mehrheit finden?
  • Wie reagieren die USA konkret auf die neue Abgabenstruktur?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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