
Wachsende Sorgen um die Haushaltslage und politische Instabilität in Frankreich und Spanien belasten die Gemeinschaftswährung.
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Anleger sorgen sich um die politische Stabilität und die Haushaltslage in Frankreich und Spanien. Zudem stützt die erwartete Geldpolitik der US-Notenbank den Dollar.
Politische Risiken und Sorgen um die Staatsfinanzen in Europa setzen den Euro unter Druck. Auch der starke Dollar belastet die Gemeinschaftswährung.
Inflation in Frankreich: Die politische Lage in Frankreich bereitet den Anlegern zunehmend Sorgen. Foto: dpa
Berlin. Der Euro ist auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025 gefallen. Ausschlaggebend sind wachsende Sorgen der Anleger über politische Unsicherheit und die angespannte Haushaltslage in mehreren Ländern der Eurozone. Zusätzlich setzt ein stärkerer Dollar die Gemeinschaftswährung unter Druck.
Der Euro gab im asiatischen Handel zeitweise um 0,8 Prozent auf 1,1161 Dollar nach. Nach Angaben von Händlern verkauften schnell handelnde Fonds in Asien die Gemeinschaftswährung gegen den Dollar. Der Verkaufsdruck habe zusätzliche, über Optionen ausgelöste Verkäufe nach sich gezogen.
Für zusätzliche Unruhe sorgten Berichte aus Spanien, wonach sich Regierungsvertreter auf vorgezogene Neuwahlen vorbereiten. Zugleich steht Frankreich zunehmend im Fokus der Finanzmärkte. Der Aufschlag, den Anleger für französische Staatsanleihen gegenüber vergleichbaren deutschen Bundesanleihen verlangen, erreichte am Freitag den höchsten Stand seit 2011.
Anleger blicken auf Frankreich
„Anleihe- und Devisenmärkte signalisieren eindeutig das Unbehagen der Investoren über die zunehmende Instabilität der französischen Regierung und die Erosion des fiskalischen Ankers des Landes vor den Wahlen 2027“, sagte Homin Lee, Senior Macro Strategist bei Lombard Odier Singapore.
Die politische Lage in Frankreich bereitet den Anlegern zunehmend Sorgen. Oppositionsparteien zeigen wenig Bereitschaft, mit der scheidenden Regierung von Präsident Emmanuel Macron zusammenzuarbeiten. Zugleich rücken die Wahlen im kommenden Jahr näher.
Eine in der vergangenen Woche veröffentlichte Umfrage sieht die Rechtsextreme Marine Le Pen und den Linksextremen Jean-Luc Mélenchon voraussichtlich in einer Stichwahl.
Strategen von JPMorgan, darunter Meera Chandan, warnten am Freitag, der Euro habe die Entwicklungen am französischen Anleihemarkt bislang nicht vollständig eingepreist. Damit sei die Gemeinschaftswährung anfällig für weitere Verluste – insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken und dem Yen.
Kommentar
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„Der Euro spiegelt die Ausweitung der OATs und die damit verbundenen Risiken noch nicht wider“, schrieben die Strategen. Der Euro gegenüber dem Schweizer Franken sei zu hoch und könne weiter fallen. Am Montag gab die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Franken den dritten Handelstag in Folge nach und verlor rund 0,5 Prozent.
Starker Dollar setzt Euro zusätzlich unter Druck
Neben den politischen und fiskalischen Risiken in Europa belastet auch die Stärke des Dollars den Euro. Der Dollar wird durch die Erwartung gestützt, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen bis Juli noch dreimal anheben muss, um die Inflation einzudämmen.
Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg am Montag auf den höchsten Stand seit Ende Juni.
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„Der Dollar scheint den schwächeren Arbeitsmarktbericht vom letzten Freitag abgeschüttelt zu haben“, sagte Fiona Lim, Senior FX Strategist bei Malayan Banking. Nach der deutlichen Ausweitung der Credit-Default-Swap-Spreads für Frankreich in der vergangenen Woche habe sich der Fokus der Märkte auf die Eurozone verlagert.
Das wiederum lenke die Aufmerksamkeit auf die Haushaltslage anderer hoch verschuldeter Länder innerhalb des Währungsraums und stütze den Dollar zusätzlich.
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