Nach einer nächtlichen Explosion in einer Gebäudepassage löste ein verdächtiger Gegenstand im Bahnhofsgebäude einen Bombenalarm aus.
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Die Explosion ereignete sich gegen 3.15 Uhr in einer Gebäudepassage nahe dem Augsburger Hauptbahnhof. Die Hintergründe der Tat sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Nach einer nächtlichen Explosion unweit des Augsburger Hauptbahnhofs hat es wegen der Ermittlungen und des Fundes eines weiteren verdächtigen Gegenstands stundenlang Sperrungen im Zentrum der Stadt gegeben. Durch die Explosion in einer Gebäudepassage gegen 3.15 Uhr wurden zwei junge Menschen leicht verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie als Passanten nur zufällig Opfer wurden.
Mehrere Medien berichteten, dass es sich um eine Handgranate gehandelt habe. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Auch der Hintergrund der Explosion war unklar. «Das ist alles Gegenstand der Ermittlungen», sagte ein Polizeisprecher.
Nach Explosion Alarm im Bahnhofsgebäude
Etwa vier Stunden später gab es Bombenalarm im benachbarten Bahnhofsgebäude selbst. Die Polizei sperrte das gesamte Bahnhofsareal ab, der Zugverkehr wurde komplett eingestellt. Von der Sperrung waren mehr als eine Stunde lang der komplette Regional- und auch der ICE-Verkehr betroffen. Augsburg ist ein Halt auf der vielbefahrenen Strecke zwischen München und Stuttgart. Im morgendlichen Berufsverkehr waren zahlreiche Reisende davon betroffen. Zwischen Augsburg und München gibt es auch viele Berufspendler.
Danach gab es Entwarnung: Der verdächtige Gegenstand stellte sich als harmlos heraus, die Züge konnten wieder rollen. Die Deutsche Bahn (DB) teilte aber mit, dass es zu Folgeverspätungen kommen könne. Auch kurzfristige Zugausfälle seien möglich, berichtete die DB.
Nach Angaben der Polizei war in der Nacht gegenüber dem Bahnhof ein bislang unbekannter Gegenstand in einem Gebäudedurchgang explodiert. Dadurch erlitten zwei junge Menschen Knalltraumata. Bei den Opfern handelt es sich um eine 17-Jährige sowie einen 18-Jährigen. Nach Polizeiangaben sind beide Ukrainer. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie zufällig in der Gegend waren.
Explosion in Durchgang eines Geschäftshauses
Auch Fensterscheiben in der Umgebung wurden durch die Explosion beschädigt. Es handelt sich um einen größeren Gebäudekomplex, in dem mehrere Arztpraxen und eine Reihe von Läden untergebracht sind. Vermutungen, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf eines der Geschäfte dort gehandelt haben könnte, bestätigte die Polizei nicht. Auch dies werde bei den Ermittlungen untersucht, sagte der Sprecher. «Das sind aktuell Spekulationen.»
Bombenexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie Sprengstoffspürhunde waren wegen der Explosion und wegen des anschließenden Bombenalarms im Hauptbahnhof stundenlang im Einsatz. Sie unterstützten vor Ort die Arbeit der Augsburger Kriminalpolizei. Während der Hauptbahnhof am Vormittag wieder freigegeben wurde, blieb das Umfeld der nächtlichen Explosion weiter abgesperrt. «Die Straßensperren werden aufgrund der Tatortarbeit noch aufrechterhalten», sagte der Polizeisprecher.
Nach Angaben des Augsburger Verkehrsverbundes führte der Großeinsatz beim Hauptbahnhof zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr. Nachdem Linienbusse und Straßenbahnen die Haltestellen in Bahnhofnähe nicht anfahren konnten, wurden Ersatzbusse eingesetzt. Die regulären Busse wurden zu anderen Endhaltestellen umgeleitet.
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