Explosionen in Offenbach und Frankfurt: Polizei ermittelt nach Anschlägen
Quick Look
- Am frühen Sonntagmorgen kam es in Offenbach und Frankfurt zu Explosionen an einer Shisha-Bar und einem Kiosk.
- Die Polizei geht von vorsätzlichen Brandanschlägen aus und prüft einen möglichen Zusammenhang.
- Verletzt wurde niemand, die Ermittlungen laufen.
AI-generated summary
Why It Matters
In der Vergangenheit gab es im Rhein-Main-Gebiet ähnliche Vorfälle, bei denen Jugendliche über soziale Medien für Brandanschläge angeworben wurden. Die Polizei vermutet Hintergründe in Schutzgelderpressung oder Drogenkriminalität.
In Offenbach hat es am frühen Sonntagmorgen wieder einen Brandanschlag auf ein Café gegeben. Wie die Polizei berichtet, war gegen 4.45 Uhr in der Frankfurter Straße der Knall einer Explosion zu hören. Von der Wucht seien die Schaufensterscheiben einer Bar sowie eines gegenüberliegenden Cafés beschädigt worden. Beide Lokale sind im gleichen Gebäudekomplex. Verletzt wurde niemand.
Fast zur gleichen Zeit hat eine Explosion in Frankfurt einen Kiosk im Stadtteil Sachsenhausen unweit des Südbahnhofs zerstört. Zeugen hörten laut Polizei gegen 4.55 Uhr einen lauten Knall. Auch dort barsten Scheiben.
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, ist offen. In beiden Fällen geht die Polizei aber anhand der Spuren davon aus, dass die Sprengsätze absichtlich gelegt wurden, die Kriminalpolizei hat in Offenbach wie in Frankfurt Ermittlungen aufgenommen. Zur Höhe der Schäden könnten noch keine Angaben gemacht werden, auch der Hintergrund der Taten sei noch unklar, teilt sie mit. Die Polizei Offenbach erhofft sich Hinweise von Zeugen oder Mitwissern.
Dort sei wahrscheinlich die betroffene Shisha-Bar das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen und das Café in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Dies sei aber noch nicht endgültig geklärt. Die Inhaber des Cafés haben ihre Gäste am Sonntagvormittag über Instagram wissen lassen, dass das Geschäft vorerst geschlossen bleibt. Der mutmaßliche Barinhaber war telefonisch nicht erreichbar.
Zu dem oder den Tätern gibt es den Angaben der Offenbacher Polizeisprecherin zufolge noch keine Informationen. Im vergangenen Jahr hatte es mehrere ähnliche Vorfälle im Rhein-Main-Gebiet gegeben. In Offenbach waren eine Shishabar und ein Restaurant betroffen. Auch in Darmstadt hat es schon ähnliche Brandanschläge gegeben.
Als Täter wurden mehrmals Jugendliche festgenommen, die dafür über die sozialen Medien angeworben wurden. Im Frühling musste sich beispielsweise ein 15 Jahre alter Niederländer vor dem Landgericht Frankfurt wegen ähnlicher Taten verantworten, er war über Snapchat angeworben worden. In der Vergangenheit vermutete die Polizei, dass es den Hintermännern um Schutzgelder geht, möglicherweise auch um geschäftliche Differenzen oder Verstrickungen in die Betäubungsmittelkriminalität.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Fortführung der polizeilichen Ermittlungen
Very likely · Within days
Open Questions
- Gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen den Taten?
- Wer sind die Hintermänner der Anschläge?

