EZB-Präsidentin Lagarde macht Hoffnung auf sinkende Inflation
In aktuellen Prognosen steigt die Inflation im Euroraum bis Ende 2026 weiter, soll danach aber wieder sinken.
Quick Look
- EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellt Verbrauchern im Euroraum mittelfristig wieder sinkende Inflationsraten in Aussicht.
- Die Teuerungsrate lag im August bei 3,3 Prozent.
- Zudem betonte Lagarde die Bedeutung des für 2029 geplanten digitalen Euro.
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Why It Matters
Hohe Ölpreise infolge des Iran-Krieges treiben die Inflation im Euroraum über das EZB-Ziel von 2,0 Prozent.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde macht den Menschen im Euroraum Hoffnung auf mittelfristig wieder sinkende Inflationsraten. «In unseren aktuellen Prognosen steigt die Inflation bis Ende '26 weiter. Sie wird also schlimmer, bevor sie besser wird, aber sie wird besser», sagte Lagarde dem Nachrichtenportal «ZDFheute.de».
Da mit dem Iran-Krieg die Ölpreise hochgeschossen sind, haben die Verbraucherpreise im Euroraum stark angezogen. Im August lag die Teuerungsrate bei 3,3 Prozent und damit weiter über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig 2,0 Prozent anstrebt. Als Reaktion darauf hat die Notenbank den für Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins am Donnerstag auf 2,5 Prozent angehoben.
Inflation dieses Jahr weit über EZB-Ziel erwartet
Lagarde hatte bereits nach dem Zinsentscheid erklärt, dass die Inflation «für einen längeren Zeitraum» deutlich über dem Zielwert bleiben dürfte. Für dieses Jahr erwartet die EZB nach neuster Prognose eine Inflation von 3,0 Prozent. Auch 2027 (2,5 Prozent) und 2028 (2,1 Prozent) wird die Marke von 2,0 Prozent demnach verfehlt.
Lagarde betonte gegenüber «ZDFheute.de» zudem die Bedeutung des digitalen Euro. Die Menschen würden zunehmend online einkaufen. «Deshalb müssen wir sicherstellen, dass auch das Geld der Zentralbank digital ist, denn wir dürfen von diesem Spiel nicht ausgeschlossen werden. Es wird also weiterhin Banknoten geben, schöne, hoffe ich, und einen digitalen Euro, denn falls alles sehr digital wird, müssen wir bei beiden im Spiel sein: Banknoten und digital.»
Der digitale Euro soll das Euro-Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen. Mit dem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken US-Anbietern wie Paypal, Mastercard und Visa, die den Markt für digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europäisches Angebot entgegensetzen. Angepeilt ist die Einführung des digitalen Euro für 2029.
What to Watch
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Einführung des digitalen Euro im Jahr 2029
Likely · Within months
Open Questions
- Wie stark steigen die Inflationsraten bis Ende 2026 tatsächlich?
- Wann genau im Jahr 2029 kommt der digitale Euro?



