
Robert Koch-Institut veröffentlicht neue Daten zu Hitzetoten
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Das Robert Koch-Institut erfasst Daten zu gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzewellen in Deutschland.
Sie äußerte sich anlässlich der Bekanntgabe neuer Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), wonach in diesem Jahr in Deutschland bereits fast 12.000 Hitzetote zu verzeichnen sind. Davon starben laut RKI allein 9600 Menschen in der Hitzewoche ab dem 22. Juni.
Hitzetote »schockierend, aber leider nicht wirklich überraschend«
»Fast 10.000 Hitzetote infolge einer einzelnen Woche im Juni sind kein Warnschuss mehr. Der Ernstfall ist bereits eingetreten«, sagte Buhlinger-Göpfarth. Sie kritisierte das regelmäßige Verschwinden des Themas von der politischen Tagesordnung, sobald im Herbst die Temperaturen wieder sinken. Daher sei die hohe Zahl an Hitzetoten »schockierend, aber leider nicht wirklich überraschend«.
»Neben den hausärztlichen Praxen müssen insbesondere auch die Pflegeheime in die Lage versetzt werden, ihre Bewohner vernünftig gegen Hitze zu schützen«, verlangte Buhlinger-Göpfarth. Vielerorts sei das nicht der Fall, wie Ärztinnen und Ärzte bei Heimbesuchen immer wieder erlebten.
Hitze führt in Krankenhäusern zu hohen Temperaturen in Patientenzimmern, schweißtreibender Schutzkleidung und ermatteten Pflegern. Deutschlands Kliniken sind für Hitzewellen kaum gerüstet. Eine Berliner Klinik zeigt, wie es anders geht.
Im Sommer 2022 verzeichnete Europa laut EuroMomo mindestens 30.000 zusätzliche Todesfälle infolge von Hitzewellen. Besonders kritisch waren die letzte Juni-Woche und die erste Juli-Woche mit insgesamt 24.000 zusätzlichen Toten in diesen Zeiträumen.

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